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Reisewarnung für Schwangere: Hebammenmangel in deutschen Urlaubsregionen?

Hebammen-Mangel in Urlaubsregionen
Hebammen-Mangel in Urlaubsregionen Reisewarnung für Schwangere 00:02:25
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'Mother Hood' warnt vor Hebammenmangel in Urlaubsregionen

Sie sind hochschwanger und möchten mit Ihrer Familie in den Urlaub fahren? Dann sollten Sie genau überlegen, wo es genau hingehen soll - wenn Sie nicht gerade ihr Kind um Auto gebären wollen. Denn 'Mother Hood', die Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind, weist hochschwangere Frauen jetzt darauf hin, bestimmte Urlaubsorte wegen Hebammenmangel zu meiden.

Bayern, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern haben große Engpässe

Denn in vielen Urlaubsregionen soll eine sichere Schwangerschaftsversorgung und Geburtshilfe nicht mehr gewährleistet sein. Davor warnt jetzt die Elterninitiative 'Mother Hood e.V' und spricht damit eine Reisewarnung für Schwangere aus: "Schwangere Frauen sollten sich gut überlegen, welche Gebiete innerhalb Deutschlands sie für ihren Urlaub wählen", so Sprecherin Katharina Desery. Um den Hebammenmangel zu verdeutlichen, hat die Elterninitiative eine Karte veröffentlicht, die die größten Engpässe zeigt. Besonders die Regionen Bayern, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern sollten Hochschwangere meiden.

Das Problem - so die Initiative - seien die Sommermonate, da viele Hebammen selber im Urlaub wären. Frauen, die ohne Voranmeldung und unter Wehen in ein Krankenhaus kommen, müssten damit rechnen abgewiesen zu werden und zum nächsten Kreißsaal fahren. 

'Mother Hood' möchte mit dieser Nachricht an Krankenkassen und Hebammen appellieren, um eine Lösung in ihrer Auseinandersetzung zu finden und neue Verträge zu erzielen. Der Streit zwischen den Hebammen und Krankenkassen ist festgefahren, liegt seit dem 19. Mai 2017 bei einem Berliner Schiedsgericht.

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