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Reise nach Paris: Was muss ich jetzt beachten?

Reise nach Paris: Was muss ich jetzt beachten?
© dpa, Malte Christians

Reisen nach Paris: Sicherheitsvorkehrungen verschärft

Die Terroranschläge in Paris haben uns alle fassungslos gemacht und die Angst vor dem Terror wächst. Auch viele Reisende fragen sich, ob sie derzeit eine Reise nach Paris wagen sollen. Was bedeuten die Anschläge für die Reisesicherheit in Frankreich und welche Dinge müssen bei Reisen in Europa derzeit beachtet werden?

Frankreich steht unter Schock. Allerdings reagiert Frankreich nicht unvorbereitet. Zur Begegnung von terroristischen Bedrohungen gilt in Frankreich der Plan "Vigipirate", der je nach Bedrohungslage verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vorsieht. Gemäß Vigipirate gilt für die Regionen Île de France/Paris und die angrenzende Picardie ein erhöhtes Schutzniveau.

Trotz der Attacken will Paris den Personenverkehr nicht schließen, Flughäfen und Bahnhöfe bleiben offen. Allerdings hat die französische Regierung auf Grund der schweren Terroranschläge den Ausnahmezustand erklärt und in diesem Rahmen auch Kontrollen an den Landesgrenzen zu Deutschland eingeführt. Aus diesem Grund ist derzeit in Frankreich mit erhöhten Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen zu rechnen. Diese Kontrollen betreffen Grenzübergänge per Straße und Eisenbahn ebenso wie Flughäfen und Häfen. Auf Bahnhöfen, Flughäfen, in Zügen und U-Bahnen gibt es verstärkte Gepäck- und Personenkontrollen. Auch an Eingängen (z. B. Museen) kann es zu Handtaschenkontrollen kommen.

Reisende sollten den erhöhte Zeitaufwand daher bewusst einkalkulieren. Außerdem empfiehlt das Auswärtige Amt eine genaue Beschriftung des Reisegepäcks, damit gefährliche, herrenlose Koffer oder Taschen möglichst schnell als solche identifiziert werden können. Auf vielen französischen Bahnhöfen gibt es aufgrund der Terrorgefahr derzeit keine Möglichkeit für eine Gepäckaufbewahrung.

Das Auswärtige Amt rät den Reisenden dringend, den Anweisungen der französischen Sicherheitsbehörden Folge zu leisten, sich im Land umsichtig zu bewegen und sich über die Medien über die aktuelle Sicherheitslage informiert zu halten. Eine Reisewarnung verhängt das Auswärtige Amt aber nicht.

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