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Regelmäßiger Joghurt-Verzehr kann Frauen vor Bluthochdruck schützen

Joghurt beugt Bluthochdruck vor
Joghurt beugt Bluthochdruck vor Hätten Sie es gewusst? 00:00:21
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Ausgewertet wurden mehrere Langzeitstudien

Ob zum Müsli, als Grundlage für Salatsaucen oder pur: Joghurt schmeckt einfach lecker. Aber nicht nur das: Eine Studie der ‚University School of Medicine‘ in Boston/ Massachusetts legt den Schluss nahe, dass der Verzehr von Joghurt vor allem für Frauen Vorteile hat. Demnach beugt der Konsum von mindestens fünf Portionen Joghurt pro Woche bei Frauen Bluthochdruck vor.

Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher nach Auswertung von zwei großen US-Studien, und zwar der ‚Nurses Health Study‘ I und II. Dabei handelt es sich um zwei der weltweit bedeutendsten Langzeitstudien, die den Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs sowie Herz-Kreislauferkrankungen untersuchen. Dafür werden die Studienteilnehmer bereits seit 30 Jahren zwei Mal pro Jahr zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt und teils klinisch untersucht. Teilnehmer der Studien sind Frauen zwischen 25 und 55 Jahren und Männer zwischen 40 und 75 Jahren. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler nun bei einem Kongress der ‚American Heart Association‘ (AHA) präsentiert. „Ich denke, es handelt sich um die größte Studie dieser Art, die sich mit dem Einfluss des Joghurtverzehrs auf den Blutdruck beschäftigt“, erklärt Studienleiter Justin Buendia.

Fünf Portionen Joghurt pro Woche senken Blutdruck-Risiko um 20 Prozent

Dabei konnten die Forscher folgenden Zusammenhang feststellen: Frauen, die pro Woche fünf oder mehr Portionen Joghurt aßen, hatten ein um 20 Prozent geringeres Risiko für Bluthochdruck als Frauen, die seltener oder gar keinen Joghurt aßen. In der Gruppe der Männer konnte dieser Zusammenhang allerdings nicht nachgewiesen werden. Die Forscher gehen allerdings davon aus, dass dies daran liegt, dass Männer generell weniger Joghurt essen als Frauen. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, können die Forscher nicht ausschließen, dass der Effekt nicht allein auf den Joghurtkonsum zurückzuführen ist. Allerdings wurde auch schon in vorherigen Studien der Zusammenhang zwischen einem regelmäßigen Joghurtkonsum und einem niedrigen Blutdruck nachgewiesen.

Forscher der Universität Cambridge in Großbritannien konnten vor einigen Jahren nachweisen, dass ein regelmäßiger Joghurtverzehr vor Diabetes schützt. Verantwortlich für die positiven Effekte des Milchprodukts sind vor allem die enthaltenen Milchsäurebakterien sowie die Mineralstoffe Kalzium und Magnesium, aber auch Vitamin D. Gründe genug also, öfter mal zu einem Becher Joghurt statt zu einem Pudding zu greifen.

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