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Reflux-Krankheit: Wenn der Magen gesundes Essen verweigert

Reflux-Krankheit
Reflux-Krankheit Wenn der Magen gesundes Essen verweigert 00:02:56
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Faye hat noch nie Obst und Gemüse gegessen

Nie wieder Obst und Gemüse essen, das einzige was auf den Tisch kommt ist Fast-Food – der Traum vieler Kinder und der Albtraum aller Eltern. Die 21-jährige Faye lebt den vermeintlichen Traum, allerdings nicht gerade freiwillig.

Die Sozialarbeiterin leidet an einer seltenen Krankheit, bei der die Magensäure immer wieder in die Speiseröhre gelangt und Essen somit zur Qual wird. Das einzige was sie verträgt ist Fast-Food. Wie der Alltag mit der Reflux-Krankheit aussieht und wie Faye ihn meistert, sehen Sie hier.

Die Refluxösophagitis ist die korrekte Bezeichnung für die Reflux-Krankheit. Besser bekannt ist sie auch unter dem Begriff Sodbrennen. Allerdings sind die Symptome meist stärker ausgeprägt und schmerzhafter als beim herkömmlichen Sodbrennen.

Faye merkte schon im Kindesalter, dass sie nicht alle Lebensmittel vertrug und ernährte sich nur von Pommes und Milch. Da die Krankheit erst sehr spät festgestellt wurde und ihre Eltern nicht wussten, was der heute 21-Jährigen fehlt, wurde sie oft zum Essen gezwungen. Durch die damit verbundenen Schmerzen, entstand bei Faye eine Phobie gegen jede Art von gesundem und normalem Essen.

Um die Beschwerden zu lindern und die Ursache zu bekämpfen, müsste sich Faye einer Operation an der Speiseröhre unterziehen, die eine große Narbe vom Brustbein bis zur Bauchnabel hinterlassen würde. Aus diesem Grund hat die Engländerin die Operation verweigert und sich für eine medikamentöse Therapie entschieden. Da sie lediglich Fast-Food zu sich nimmt, muss Faye die notwendigen Vitamine und Mineralien in Form von Tabletten zu sich nehmen.

Eine Therapie gegen ihre Essens-Phobie will Faye vorerst nicht machen, sie sagt, dass sie zufrieden sei. Nur bei Dates sei es unromantisch, sich bei Kerzenschein und Fast-Food zu treffen.

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