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Refill: Wie funktioniert das Refill-Konzept?

Bild: Frau füllt Flasche mit Wasser auf - Refill
Refill ist die deutsche Version des amerikanischen Reefills. Die App soll dafür sorgen, dass weniger Wasser in Plastikflaschen gekauft wird. © Getty Images/iStockphoto, LeoPatrizi

Reefill wird Refill und kommt nach Deutschland

Der jährliche Wasserflaschenverbrauch liegt im deutschen Haushalt durchschnittlich bei 207 Plastikflaschen im Jahr. Zwar wird ein großer Teil des Plastiks recycelt, dennoch landet aber viel zu viel Plastikmüll auf großen Deponien, in der Natur oder im Wasser.

Wir verraten Ihnen, welches Konzept Reefill verfolgt und wie Sie persönlich dadurch die Umwelt vor Plastikverschmutzung schützen können.

Was steckt hinter dem Refill Gedanken?

Das ursprüngliche Konzept heißt Reefill und hat seinen Ursprung in New York. Die Entwickler wollen vor allem dem unbedachten Kauf von Plastikflaschen unterwegs entgegenwirken, indem sie für Kunden Wasserspender mit sauberem, gefiltertem Wasser bereitstellen. Mithilfe der Reefill App und monatlichen Kosten von 1,99 Euro wird Ihnen der nächstgelegenen Wasserspender angezeigt. Via Bluetooth aktivieren Sie den Wasserspender und können so frisches Wasser in Ihre Trinkflasche abfüllen.

Refill: Die deutsche Initiative gegen den Wasserflaschenverbrauch

Seit April 2017 gibt es in Deutschland bereits eine vergleichbare Alternative zu Reefill, diese heißt Refill und funktioniert genau wie ihr amerikanischer Bruder. Deutschlandweit gibt es mittlerweile schon 142 Refill-Stationen. Die meisten Wasserspender finden sich bisher im Norden Deutschlands. In Großstädten wie Berlin oder Hamburg ist das Wasserspender Netzwerk jedoch schon sehr gut ausgebaut und frisches, gefiltertes Wasser nur noch wenige Schritte entfernt. Die Wasserspender befinden sich in Cafés, Restaurants oder kleinen Supermärkten.

Was bedeutet Refill für unsere Umwelt?

Jährlich landen über sechs Millionen Tonnen Müll im Meer, 75 Prozent davon entsprechen reinem Plastikmüll. Durch die Medien wird uns häufig nur die Spitze des Eisbergs präsentiert, und zwar die Meerdeponien, die auf der Oberfläche der Ozeane schwimmt und Tiere, deren Mägen lediglich mit Plastikmüll gestopft sind.

Was wir nicht sehen ist die tiefe dieser Plastikmülldeponien, Mikroplastik und die Tatsache das Plastik eine wahre Anziehungskraft auf giftige Stoffe ausübt.

Plastik ist in fast allen Alltagsgegenständen enthalten und nahezu nicht wegzudenken, jedoch können Sie zumindest auf den Kauf von Getränken in Plastikflaschen verzichten, um die Umwelt zu schonen. Plastik schadet der Umwelt nämlich aus zwei Gründen: zum einen besteht Plastik aus Erdöl, dessen Ressourcen vermutlich irgendwann erschöpft sein werden. Zum anderen ist Plastikabfall nicht biologisch abbaubar, oder besser gesagt, benötigt 500 Jahre, um sich komplett zu zersetzen.

Wie kann ich meinen Plastikverbrauch reduzieren?

Kaufen Sie Ihre Lebensmittel, wenn möglich auf dem nächstgelegenen Bauernhof oder in einem verpackungsfreien Lebensmittelladen ein. Im Discounter sollten Sie darauf achten, unverpackte Ware zu erwerben.

Nehmen Sie zum Shoppen und Einkaufen selbst einen Jutebeutel mit, um nicht auf eine Plastiktüte angewiesen zu sein. Sollten Sie doch mal zum Plastic Bag greifen, verwenden Sie diese öfter, beispielsweise für Ihren nächsten Einkauf, als Brotzeitverpackung oder Müllbeutel.

Verzichten Sie in Take-Aways auf Papp- und Plastikbecher sowie Plastikstrohhalme und bringen Sie lieber Ihren eigenen Becher mit.

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