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Rauchen: Nikotin in Kleidung gefährdet Babys

Rauchen: Nikotin in Kleidung gefährdet Babys
Zigarettenqualm haftet an der Kleidung. Über Körperkontakt gelangen die Schadstoffe in den Körper des Babys.

Schadstoffe bleiben an der Kleidung haften

"Mama geht nur noch schnell auf den Balkon.". Aus Rücksicht auf die Kinder versuchen viele Eltern im Freien zu rauchen, doch diese Vorsichtsmaßnahme ist wirkungslos: 70 Prozent der Schadstoffe aus der Zigarette bleiben dabei in ihrer Kleidung hängen - und finden so ihren Weg zu den Kindern.

Von Sara Dörnemann

Mediziner sprechen hier von Kontakt aus "dritter Hand." Wie bisher angenommen wurde ist nämlich nicht nur Passiv-Rauchen äußerst schädlich für Kinder, sondern auch der Kontakt mit Schadstoffen über die Haut. Eine Studie des Instituts für Hygiene und Biotechnologie zeigt nun, dass sich Zigarettenrauch so in Kleidung, Vorhängen und Möbeln festsetzt, dass er besonders gefährlich für Babys und Kleinkinder werden kann.

Babys haben direkten Kontakt mit Nikotin

Der "harmlose" Nikotin-Genuss auf dem Balkon wird für ein Baby bzw. Kleinkind besonders dann verhängnisvoll, wenn es anschließend zum Beispiel auf den Arm genommen wird. Doch nicht nur die Haut des Kindes hat dann Kontakt mit den Schadstoffen einer Zigarette. Gerade Kleinkinder stecken gerne und oft ihre Hände in den Mund. So kann zum Beispiel Nikotin direkt in den Organismus des Kindes gelangen. Die "sichere Zigarette" auf dem Balkon oder Rauchen im Nebenraum können somit die Gesundheit des Kindes nicht schützen.

Gerne wiegen wir uns in Sicherheit, dass die aktuellen Umweltbelastungen für unsere Kinder weitaus schädlicher sind, als indirekter Nikotinkontakt durch meinen Raucher-Pulli. Dabei sollten wir uns immer die Frage stellen, was wir für unser Kind tun können - nicht Politiker, Industrielle oder Mediziner. Wir können auf unseren Nikotin-Konsum verzichten - unser Kind hat leider keine Wahl.

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