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Rauchen am Morgen erhöht das Lungenkrebs-Risiko

Zigarette rauchen zum Frühstück erhöht das Lungenkrebs-Risiko.
Für Raucher, die schon früh am Tag zur Zigarette greifen, ist die Gefahr an Lungenkrebs zu erkranken, besonders groß. © dpa, A3818 Klaus-Dietmar Gabbert

Frühes Rauchen noch schädlicher

Raucher, die sich die erste Zigarette des Tages direkt nach dem Aufwachen anstecken, haben ein besonders hohes Risiko für Lungenkrebs. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hin. Aber warum spielt es eine solch große Rolle, ob Sie die erste Zigarette des Tages morgens oder erst mittags rauchen?

"Zu welchem Zeitpunkt nach dem Aufstehen die erste Zigarette geraucht wird, gibt Auskunft über das Ausmaß der Nikotinabhängigkeit des betreffenden Rauchers", erläutert Dieter Köhler von der DGP. Wissenschaftler des Penn State Colleges of Medicine in Hershey (USA) befragten in einer Studie 252 Raucher nach ihren Rauchgewohnheiten. Dabei maßen sie außerdem den Gehalt des Nikotinabbauproduktes Cotinin im Blut. Ein hoher Cotininspiegel geht mit einem stark erhöhten Lungenkrebsrisiko einher.

Die Studie zeigte: Je früher Raucher zur Zigarette griffen, umso höher war der Gehalt an Cotinin in Blut und Urin. "Erhöhte Cotinin-Spiegel durch das Rauchen deuten nicht nur auf ein größeres Risiko für Lungenkrebs hin, sondern - wie wir aus anderen Studien wissen - auch auf weitere Krebsarten insbesondere im Mund-, Kehlkopf- und Kopfbereich", so Köhler. Es sei allerdings noch nicht ganz klar, warum die frühen Raucher höhere Cotinin-Spiegel aufweisen. Auf die Menge der Zigaretten kommt es offenbar nicht an. "Wer früher zur Zigarette greift, raucht nicht unbedingt auch mehr Zigaretten am Tag", erläutert Köhler.

Es sei jedoch möglich, dass der besonders frühe Griff zur Zigarette die Verstoffwechselung des aufgenommenen Nikotins beeinflusse. Folglich könne sich bei diesen Rauchern tendenziell mehr Cotinin anreichern.

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