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Rattenbekämpfung: So werden Sie die Nager los

Rattenbekämpfung: So werden Sie die Nager los
© picture-alliance/ dpa, PA Yui Mok

Rattenbekämpfung im Haus und im Garten

Mäuse finden die meisten von uns ja eigentlich noch ganz süß. Aber bei Ratten hört der Spaß dann doch auf. Die fiesen Nager sind uns unheimlich und irgendwie auch unberechenbar. Fest steht: Ratten sind mittlerweile die am weitest verbreiteten Kleinnagetiere der Welt. Eingewandert sind die Nager aus Südostasien.

Haus- und Wanderratte halten sich gerne in der Nähe des Menschen auf. Sie leben in Gruppen zusammen und haben eine hohe Vermehrungsrate. Ein Weibchen kann rein rechnerisch pro Jahr an die 1900 Kinder und Kindeskinder haben. Da ist es logisch, dass sich ein Rattenbestand schnell mal vervielfachen kann - und außer Kontrolle gerät.

Ratten fressen alles, was sie bekommen können und finden deshalb in der Umgebung des Menschen meist geeignete Nahrung. Oft werfen Menschen Nahrung und Nahrungsbestandteile achtlos weg und entsorgen diese nicht richtig. Dann kommen die Ratten schneller als erwartet.

In einigen Städten hatten Einwohner mehrfach überdimensional große Ratten, so genannte Riesenratten gesichtet haben. Wie in einem Horrorfilm sollen die Tiere teilweise groß wie kleine Kätzchen sein. Eine wahrlich unheimliche Vorstellung. In wie weit hier aber die Phantasie mitspielt ist offen.

Offensichtlich macht aber vielen Nagern das verbreitete Rattengift Warfarin nichts mehr aus. Örtliche Kammerjäger beklagen sich teilweise aber auch, dass man bei Städten zu wenig gegen die Verbreitung der Ratten unternehme.

Was hilft gegen Ratten?

Rattenbekämpfung: So werden Sie die Nager los

Mit Ratten ist nicht zu spaßen, denn die Tiere sind ein echter Seuchenträger und können rein theoretisch etwa 120 Infektionskrankheiten übertragen. Bei uns stellen insbesondere die Hantavirusinfektion und die Leptospirose reale Gefahren dar. Wird eine Ratte in die Enge getrieben, kann sie aggressiv reagieren und unter Umständen auch beißen und somit die Rattenbisskrankheit oder das Rattenbissfieber übertragen.

Wer also in unmittelbaren Kontakt mit Ratten kommt, sollte nicht den 'Rattenfänger' spielen, sondern professionelle Hilfe zu Rate ziehen. Rattenbefall sollte man umgehend der nächsten Desinfektionsstelle melden. Informationen dazu gibt es bei Ihrer Stadtverwaltung.

Aber auch Tierseuchen wie Maul- und Klauen-Seuche, Schweine- und Geflügelpest können durch Ratten weiter verbreitet werden. Ferner sind sie Reservoirtiere für Zecken und spielen somit indirekt eine Rolle bei der Übertragung der Borreliose-Bakterien auf den Menschen.

Wie aber lässt sich die Rattenplage in der eigenen Wohngegend schon von vorne herein sinnvoll verhindern? Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps:

- Legen Sie kein Vogelfutter und sonstiges Futter oder alte Essensreste aus.

- Halten Sie Ihre Mülltonnen fest verschlossen und stellen nicht einfach Müllsäcke aus Plastik vor die Tür oder in den Garten.

- Keine Lebensmittel in der Toilette entsorgen.

- Wenn Sie einen Komposthaufen benutzen, dann in einer Höhe, an den die Ratten nicht heran kommen. Am besten benutzen Sie ohnehin nur geschlossene Kompostbehälter.

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