Rätselhaftes Leiden: Baby Wyatt kann den Mund nicht öffnen

Wyatt Scott
Ein Lächeln bekommt der kleine Wyatt aus Ottawa nicht über die Lippen. Der zehn Monate alte Säugling leidet unter einer extremen Form der Maulsperre. © © Courtesy of Andrew Scott

Was stimmt nicht mit Wyatt? Ärzte sind ratlos

Wenn Babys etwas von Geburt an können, dann das: Sie reißen den Mund auf und schreien. Der zehn Monate alte Wyatt aus Ottawa in Kanada ist anders. Er ist seit seiner Geburt nicht in der Lage, den Mund zu öffnen. Ärzte vermuten, dass ein seltener Gen-Defekt hinter Wyatts Problem steckt - genau weiß das allerdings niemand. Die Eltern des Säuglings, Andrew und Amy Scott, haben sich jetzt über das Internet an die Welt gewandt, um Hilfe zu finden.

"Niemand kann uns sagen, ob es Wyatt in zwei, fünf oder zehn Jahren besser gehen wird oder ob er für den Rest seines Lebens durch Schläuche ernährt werden muss", sagt Amy Scott. Die Hoffnung der Eltern ruht jetzt auf der eigens gegründeten Webseite whatswrongwithwyatt.com (übersetzt bedeutet der Name der Homepage 'Was stimmt nicht mit Wyatt?'). Seine ersten drei Lebensmonate hat das Sorgenkind im Krankenhaus verbracht. Durch die extreme Form der Maulsperre bekommt Wyatt schlecht Luft. Einmal musste das Baby bereits wiederbelebt werden, weil es sich übergeben hatte und fast an seinem eigenen Erbrochenen erstickt wäre.

Ärzte haben bereits versucht, Wyatts Kiefermuskulatur mit Botox-Injektionen zu entspannen. Vergeblich. Doch der kleine Kanadier ist ein Kämpfer. Mit Hilfe von Logopäden hat er seinen Mund so weit geöffnet, dass er das Wort "Mama" sagen konnte.

Anzeige