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Purpura fulminans: Dreijähriger verliert beide Beine, aber kein bisschen seinen Lebensmut

Romeo ohne Beine
Der kleine Romeo ohne seine Beine © Facebook / Brave Romeo

So tapfer ist der kleine Romeo

Die Geschichte dieses Dreijährigen aus England geht ans Herz, und seine Reaktion auf sein Schicksal ist mehr als beeindruckend! Der kleine Romeo und seine Mama Katie Hadley waren einkaufen, als Romeos Bein plötzlich anfing, stark zu schmerzen. Als für den Dreijährigen schließlich auch das Laufen zur Qual wurde, machte die Mutter sich große Sorgen. Und das zu Recht: Romeos kleine Beinen waren komplett mit violetten Hämatomen übersät!

Sofort fuhr Katie ins Krankenhaus. Doch dort kam die schockierende Diagnose: Ihr kleiner Sprössling leidet an der sehr seltenen Krankheit Purpura fulminans. Dadurch fängt das Blut an, in den Gefäßen zu gerinnen. Als Folge dessen werden starke Hautblutungen sichtbar.

Für Romeos Familie bedeutete diese Diagnose das Bangen um das Leben des Dreijährigen. Schon nach zwei Tagen ließen die Muskeln in Romeos Beinen nach. Eine Amputation beider Beine wurde somit unausweichlich. Nach einer zehnstündigen Operation schien die Amputation fast geglückt. Doch dann verteilte sich die Krankheit auch in den Beinstümpfen, sodass noch ein weiteres Stück Bein amputiert werden musste.

Die Eltern standen nun vor der schrecklichen Aufgabe, Romeo vermitteln zu müssen, dass er keine Beine mehr habe. Schließlich liebte es der Dreijährige, Fußball zu spielen. Doch anders als erwartet, nahm der Junge die schrecklichen Neuigkeiten sehr gelassen auf. Sehr tapfer und mit jeder Menge positiver Energie stellte er sich seinem Schicksal. Laut dem 'Mirror' sagte der Kleine nur: "Jetzt muss ich mir nicht mehr die Zehennägel schneiden".

Erst nach sechs Monaten und 36 Operation konnte Romeo das Krankenhaus verlassen. Nun sammelt eine Freundin der Familie Spenden, um dem Dreijährigen Beinprothesen und einen Rollstuhl zu schenken.

Purpura fulminans: Das steckt dahinter

Purpura fulminans führt auf einen starken Protein-C-Mangel zurück. In Folge dessen kommt es zu fleckigen und flächenhaften Hauteinblutungen. Durch die niedrige Konzentration an Protein C im Plasma ist die Gerinnbarkeit in den Gefäßen besonders hoch. Dadurch entstehen Blutgerinnsel, die den Blutfluss verhindern können. Die Folge: Das Gewebe stirbt ab und es kann zu Amputationen, Organversagen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen.

Hauptsymptom der Krankheit sind nicht erhabene, violettfarbene Hämatome. Die Krankheit kann sowohl angeboren, als auch erworben sein. So ist sie oft Folge einer infektiösen Krankheit wie zum Beispiel der Streptokkeninfektion Scharlach.

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