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Pubertät bei Jungen setzt immer früher ein

Pubertät bei Jungen setzt immer früher ein
© SergiyN - Fotolia, Sergiy Nykonenko

Pubertät bei Jungen: Zeitpunkt oft unklar

Wenn Mädchen auf einmal interessanter werden, als die neuen Spielzeugautos, steht für Jungs fest: Die Pubertät ist da. Eine Studie aus den USA belegt, dass Jungs inzwischen viel früher in die Pubertät kommen als noch vor ein paar Jahrzehnten.

Nachdem bereits belegt wurde, dass Mädchen immer früher in die Pubertät kommen als noch vor ein paar Jahren, steht nun auch das Ergebnis für die Jungs fest. Für die Untersuchung dokumentierten über 200 Kinderärzte die körperliche Entwicklung von etwa 4.000 Jungs in insgesamt 41 US-Bundesstaaten. Die Feststellung eines genauen Zeitpunktes, bei dem Jungs die Pubertät erreichen, gestaltete sich als schwierig. Bei Mädchen ist es der Zeitpunkt der ersten Menstruation, bei Jungs fehlt ein derart eindeutiger Faktor.

Pubertät: Ethnische Unterschiede

Die Ärzte einigten sich auf eine Dokumentation des Wachstums der Hoden, Penislänge und des Schamhaares. Auffällig war, dass afroamerikanische Jungs bereits mit durchschnittlich 9,14 Jahren erste Anzeichen der Pubertät zeigten. Weiße Jungs dagegen erreichten mit durchschnittlich 10,14 Jahren das erste körperliche Entwicklungsstadium. Nachzügler sind Jungs mit lateinamerikanischer Abstammung, die erst mit etwa 10,4 Jahren erste körperliche Veränderungen anzeigten. Die Tendenz ist aber bei allen ethnischen Gruppen gleich: Die Pubertät setzt im Schnitt eineinhalb bis zwei Jahre früher ein. Ursachen für diese Entwicklung sind allerdings noch unklar: Forscher vermuten, dass Chemikalien aus der Umwelt die Sexualhormone beeinflussen können. Weitere Studien sollen das klären.

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