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Pubertät bei Jungen: Jetzt ist Konfrontation angesagt!

Chaos im Kopf - Ausnahmezustand Pubertät
Chaos im Kopf - Ausnahmezustand Pubertät Was passiert mit unseren Kindern? 00:01:46
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Jungen in der Pubertät brauchen mehr als Luft und Liebe

Jungs kommen natürlich genauso wie Mädchen in die Pubertät, doch haben Jungen eigene Probleme, mit denen sie in dieser schwierigen Zeit kämpfen. Es ist die Zeit, in der sie von Kindern zu Männern werden. Nicht immer einfach, oft aufregend und für Eltern eine große Herausforderung.

Jungen in der Pubertät
In der Pubertät brauchen Jungs ein männlichen Widerpart.

Das erste, was Eltern tun sollten, ist Ruhe bewahren. Merkwürdige Ansichten und Verhaltensweisen können die Familie ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen - sagen Sie sich immer wieder, dass es notwendig und auch völlig normal ist, wenn Ihr Sohn nervtötende Kommentare und ätzende Frechheiten von sich gibt. Auch schlechte Laune ist eine übliche Begleiterscheinung in der Pubertät. Solange sich diese Dinge in erträglichen Grenzen bewegt, sollten Sie die Ruhe bewahren.

Bedenken Sie dabei, dass besonders Jungs die Auseinandersetzung suchen und auch brauchen. Zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und Männlichkeit ist Jungen die Reibung und Abgrenzung - am besten mit und von einer männlichen Bezugsperson - in die Wiege gelegt. Fehlt der Vater im Leben, wird eine Ersatzkonfrontation gesucht, im schlimmsten Falle mit der Polizei.

Mütter, räumt das Feld!

Das heißt, jetzt sind die Väter gefragt. Die Mutter wird mit Beginn der Pubertät entthront. War sie früher meist die wichtigste Bezugsperson, wird nun der Vater Vorbild und Widerpart. Sie gieren förmlich nach Interesse und Konflikt. Da in Kindergärten, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen männliches Personal Mangelware ist, hat sich die öffentliche Erziehung sehr weiblich ausgerichtet. Ein Dilemma für orientierungslose pubertierende Jungs.

Jungen brauchen neben individueller Förderung und Gesprächen auch den klassischen Hahnenkampf. Sie haben Freude an Risiken, Lust an Rudelkämpfen und damit stehen sie oft völlig alleine auf er Welt, weil die Gesellschaft diese "Macho"-Allüren verdammt. Lässt man Jungen in dieser Zeit ohne männlichen Widerpart, werden sie immer weiter provozieren und für die Gesellschaft ein mögliches Problem.

Die männliche Art, Gefühle durch Themen wie Fußball, Technik oder das Reden über krasse Ereignisse auszudrücken, zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und hat nichts mit dem Bildungsstand zu tun. Eine Frau kann damit nichts anfangen und ist daher der falsche Mentor, um Jungs in die Welt der Männer einzuführen.

Jungs brauchen eine Herausforderung, sie sollten Erfahrungen sammeln und Verantwortung tragen lernen. Im Schutzraum Schule und Familie ist das nicht möglich. Daher fühlen sich Jungs in der Pubertät auch so wohl auf der Straße oder im Fußballverein unter anderen Jungs. Geben Sie Ihnen diesen Freiraum und liebe Mütter, haltet Euch einfach mal zurück und überlasst den Männern das Feld.

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