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Psychologische Beratung: So gefährlich können 'Ersatztherapien' sein

'Psychologischer Berater' kann sich JEDER nennen

Wer wegen seelischer Probleme einen Therapieplatz sucht, wartet oft ewig. Das ist besonders verheerend, wenn Patienten sehr stark unter ihren Problemen leiden und schnelle Hilfe suchen. Oft wenden sie sich in ihrer Not und Verzweiflung an 'psychologische Berater'. Diese gibt es wie Sand am Meer, aber sie haben oft keine Ausbildung. Diese 'Ersatztherapien' können schwere Folgen haben.

"Der Begriff 'psychologische Beratung' ist überhaupt nicht geschützt. Das ist ein Problem. Das heißt, es gibt Menschen mit irgendeiner oder gar keiner Qualifikation, die diese Angebote machen dürfen", so Juliane Dürkop von der Psychotherapeutenkammer in Schleswig-Holstein.

Kerstin Haller, zum Beispiel, war eine liebenswerter Mensch, schlau und gewissenhaft. Ihr Mann Frank wusste damals nicht, dass sie unter einer bipolaren Störung litt. Über die tiefen Abgründe ihrer Seele sprach sie damals weder mit ihrer Familie, noch mit Ärzten oder Psychologen. Die nötige Hilfe suchte sie sich bei einem 'Body and Mind'-Kurs in ihrem Fitnesstudio. Irgendwann nahm sich Kerstin Haller das Leben und ihr Mann ist sich sicher: Mit der richtigen Hilfe eines Diplom-Psychologen wäre seine Frau heute noch bei ihm.

Unsere Reporterin Silke Bunners hat mit einem Lockvogel getestet, wie gefährlich sollte 'Ersatztherapien' sein können. Das Ergebnis sehen Sie im Video.

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