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PSAS: Seltene Krankheit verursacht Dauerorgasmus

PSAS: Sexuelle Dauererregung auch in den unmöglichsten Situationen

Amanda und Stuart sind frisch verliebt, doch Sex ist für die beiden komplett tabu. Denn Amanda hat eine seltene Krankheit: Die 23-Jährige leidet an PSAS, einer Krankheit, die zu einer sexuellen Dauererregung führt. Mehr als 50 Orgasmen hatte die junge Frau mitunter pro Tag. Die permanente Anspannung bereitet ihr unermessliche Schmerzen.

Amanda leidet an PSAS, einer sexuellen Erregungsstörung
Amanda leidet an PSAS, einer sexuellen Erregungsstörung

Die hübsche Verkäuferin ist fast immer erregt – in den unmöglichsten Situationen. Manche Männer nutzten ihre Erregung aus - andere schreckte sie ab. Amandas Krankheit ist ein regelrechter Beziehungskiller.

Doch dann traf sie Stuart, was die 23-Jährige überglücklich macht - denn er hilft Amanda, mit ihrer Krankheit klar zu kommen. "Seitdem ich mit ihm zusammen bin, habe ich mich ganz ihm überlassen. Er hat eine tolle Art, damit umzugehen. So lange er bei mir ist, geht es mir viel besser. Wenn ich alleine bin, ist es extrem schwer, mit meiner Krankheit klar zu kommen", schwärmt Amanda von ihrem Lebensgefährten.

Seit sie sechs Jahre alt ist, kämpft Amanda gegen die Symptome an. Ausgelöst werden die schmerzhaften Dauerorgasmen schon durch kleinste Reize: Durch Vibration, zum Beispiel während Autofahrten, durch laute Musik, aber auch durch Nervosität. Ein normales Leben ist für Amanda nicht denkbar. Durch die ständigen Krämpfe ist sie zittrig, unkonzentriert und wirkt abwesend. In ihrer Verzweiflung dachte Amanda sogar an Selbstmord.

Ein Gynäkologe hilft

Erst der Gynäkologe Dr. Robert Echenberg hat einen Weg gefunden, ihre Beschwerden zu lindern: Kein Sex für lange Zeit, damit es Amanda besser geht. So soll sie ihre permanente Erregung in den Griff bekommen. Nicht gerade die Idealvorstellung für einen frischverliebten Mann wie Stuart: "Am Anfang war es echt hart, mit dem Sexverbot zu leben. Aber dann habe ich verstanden, dass es wichtig für ihre Gesundheit ist, dass wir es nicht tun. Also kann ich ganz gut verzichten".

Vor Amandas Therapie hatten die beiden bereits Sex, doch für die junge Frau war auch das schmerzhaft. Ihre Liebe hält dem jedoch stand.

Strenge Disziplin und Enthaltsamkeit allein sind aber nicht alles. Außerdem helfen Medikamente, Amandas Muskeln zu entspannen und dadurch ihre Schmerzen zu lindern. Und was ihr dabei enorm hilft, ist, dass Stuart mit ihr gemeinsam Pläne schmiedet: Ein Haus, ein Hund, ein Pool – und hoffentlich auch ganz bald all das genießen, was ein verliebtes Paar eben so tut – das wünschen sich die beiden.

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