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Prostatakrebs-Vorsorge: Früher Haarausfall erhöht Krebsrisiko

Prostatakrebs-Vorsorge: Früher Haarausfall erhöht Krebsrisiko
© dpa, A3330 Wolfgang Langenstrassen

Zusammenhang zwischen Haarausfall und Prostata-Krebs entdeckt

Französische Wissenschaftler haben jetzt einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Prostata-Krebs und erblich bedingtem Haarausfall entdeckt: Männer, die bereits in jungen Jahren unter dieser Form des Haarausfalls litten, hatten demnach ein doppelt so hohes Risiko, an einem Krebs der Vorsteherdrüse zu erkranken.

Die Empfehlung der Wissenschaftler: Betroffene Männer sollten besonders sorgfältig Kontrolluntersuchungen und in Absprache mit dem Hausarzt vorsorgliche Maßnahmen der Krebsverhütung nutzen.

Ein Zusammenhang zwischen frühem Haarausfall und dem Beginn der Krebserkrankung oder der Aggressivität des Karzinoms ergab sich dagegen nicht. Auch wenn der Haarausfall erst im Alter von 30 oder 40 Jahren einsetzte, ließ das keinen Hinweis auf das Prostatakrebsrisiko zu.

Krebsbehandlung auch gut gegen Glatze

Verantwortlich für den erblich bedingten Haarausfall ist eine Überempfindlichkeit gegen ein Abbauprodukt des Hormons Testosteron. Das Enzym, das die Umwandlung in das schädliche Abbauprodukt bewirkt, wird durch das Medikament Finasterid blockiert. Deshalb ist es auch gegen den Haarausfall wirksam.

Finasterid wird auch gegen eine gutartige Vergrößerung der Prostata eingesetzt und wirkt der Entwicklung eines Prostatakarzinoms entgegen. So könnte eventuell eine vorbeugende Krebsbehandlung im Nebeneffekt auch neuen Haarwuchs bringen.

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