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Probleme beim Stillen? DIESES Gen könnte schuld daran sein!

28.12.15 10:58
Probleme beim Stillen - Für viele Frauen eine schmerzliche Vorstellung
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Probleme beim Stillen sind keine Seltenheit

Der Großteil frischgebackener Mütter versucht es, doch einige scheitern daran: Das Neugeborene stillen. Milch-Mangel, Schmerzen beim Stillen und Milchstau können dem Wunsch nach der natürlichsten Versorgung des Kindes einen Strich durch die Rechnung machen. Häufig geben sich Frauen selbst die Schuld, wenn es mit dem Stillen nicht klappt oder denken, sie machen Fehler. Eine US-Studie zeigt, dass eine niedrige Zink-Konzentration im Körper Schuld am Scheitern des Stillens sein kann. Zink ist nämlich für die Entwicklung und Funktion der Brustdrüsen erforderlich.

Fast jede Mutter möchte ihr Baby stillen. Neben der unvergleichbaren Nähe wissen Mütter, dass Stillen sehr gesund für die Entwicklung ihres Babys ist. Leider müssen viele von ihnen schmerzlich feststellen, dass sie ihrem Kind diese natürliche Ernährung nicht bieten können.

Wissenschaftler der Penn-State University in den USA fanden heraus, dass eine Gen-Mutation des ZnT2-Proteins zu einer verringerten Zink-Konzentration im Körper führt – ein Nährstoff, der von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung und Funktionalität der Milchdrüsen ist. Das Zink-Level in der Muttermilch sei ein Indikator für die Funktionstüchtigkeit der Brust während des Stillens.

Das Team hofft mit den neuen Erkenntnissen auf schnelle Hilfe für Frauen, die nicht stillen können oder enorme Probleme dabei haben.

Was ist das für eine Genmutation?

Das Protein ZnT2 ist von enormer Bedeutung, wenn es um den Transport von Zink im Körper geht, so transportiert das Protein Zink in sämtliche Bereiche des Körpers, einschließlich der Brustdrüsen. Dort ist Zink von großer Bedeutung, nicht nur um erfolgreich stillen zu können, sondern auch, um das Kind mit dem wichtigen Nährstoff zu versorgen.
Frauen, die eine mutierte Art des Zink-Proteins in sich tragen, konnte ein geringer Zink-Level in der Muttermilch nachgewiesen werden – das führt zu einem enormen Zink-Mangel bei Säuglingen, die ausschließlich gestillt werden. Als Folge können oft körperliche wie geistige Entwicklungsstörungen beim Kind auftreten.

Mangel an Zink heißt nicht gleich Genmutation

In der Studie des Penn-State University-Teams wurden 54 stillende Frauen untersucht. 36 Prozent von ihnen wiesen eine Mutation des ZnT2-Gens auf, gleichzeitig wurde nachgewiesen, dass diese Mütter weniger des lebenswichtigen Bausteins Zink über die Muttermilch an ihr Kind geben konnten.

Dr. Shannon Keller, Leiter der Studie, zeigte sich aufgrund der Ergebnisse überrascht: „Wir hätten nicht gedacht, dass die Genmutation so häufig vorkommt!“

Dennoch konnte das Team herausfinden, dass ein geringer Zink Wert in der Muttermilch nicht gleich auf eine Genmutation des ZnT2-Proteins schließen lässt. Die Mütter wurden für weitere Untersuchungen nach ihrem Zink-Level in Gruppen eingeteilt. In der Gruppe mit dem niedrigsten Zink-Level hatten 79 Prozent der Frauen das mutierte Protein in ihrem Körper, in der Gruppe mit dem höchsten Zink Level hingegen nur 29 Prozent. Diese Erkenntnis beweise für die Wissenschaftler, dass die Mutationen des Zink-Proteins ein wichtiger Indikator bei der Funktion der Milchdrüsen ist, jedoch nicht immer eine Mutation vorliegt.

Weitere Forschungen sollen künftig zeigen, wie und ob Frauen mit angeborenem Zink-Mangel trotzdem stillen können. Erste wichtige Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Zinkmangel und Problemen beim Stillen seien laut Keller durch diese Studie geliefert worden.

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