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Prämenstruelle dysphorische Störung: Wenn PMDS den Alltag zerstört

Wenn das Leben zur echten Herausforderung wird

Ungefähr jede dritte Frau leidet unter dem prämenstruellen Syndrom. Frauen, die PMS haben, leiden ungefähr ein bis zwei Wochen, bevor sie ihre Menstruation bekommen, wie ein Hund: Sie haben Schmerzen, haben Stimmungsschwankungen oder andere Beschwerden. Eine besonders gravierende Form von PMS ist PMDS - die prämenstruelle dysphorische Störung. Diese Störung ist unheilbar, ungefähr fünf Prozent der Frauen sind davon betroffen.

In der zweiten Zyklushälfte verändert sich bei PMDS-Betroffenen alles. Sie haben starke Schmerzen. Doch hinzu kommen seelische Schmerzen. Die Frauen haben depressive Verstimmungen und Selbstzweifel, sie sind ängstlich oder fangen grundlos an zu weinen. Andere sind schnell gereizt, aggressiv und impulsiv. Manche Frauen haben sich so wenig unter Kontrolle, dass sie sogar gewalttätig werden. Wiederum andere verlieren ihre Lebensenergie, schlafen schlecht, sind unkonzentriert oder verlieren ihren Appetit. Manche haben so große seelische Beschwerden, dass sie ihrer Alltagsbeschäftigung nicht mehr nachgehen können. Mit dem Einsetzen der Menstruation ist dann wieder alles beim Alten. Die Symptome, welche noch kurz zuvor das Leben zur Hölle gemacht haben, sind verschwunden.

Durch PMDS ist das gesamte Sozialleben der Betroffenen gefährdet. Sind die Anfälle besonders schlimm, wollen viele Frauen einfach alleine sein. Ein Zusammenleben mit anderen Menschen wird so zur echten Herausforderung, eine Partnerschaft einzugehen für manche unmöglich.

Die Ursache für PMDS ist noch nicht genau bekannt. Es wird vermutet, dass ein gestörter Serotoninstoffwechsel zu PDMS führen kann. Es gibt aber einige Hilfen, um PMDS zumindest ein Stück weit in den Griff zu bekommen. So können eine Ernährungsumstellung und Sport das Wohlbefinden steigern. Auch die Antibabypille kann dazu beitragen, das Gleichgewicht des Hormonhaushaltes aufrecht zu erhalten. Im Notfall kann der Arzt auch Antidepressiva verschreiben. Diese sollten allerdings nur in sehr geringer Dosis und nur in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

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