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Prader-Willi-Syndrom: Diese Menschen haben ständig Hunger

Prader-Willi-Syndrom heißt, immer hungrig sein

Wie es ist, keinen Hunger mehr zu haben - das wissen Kathrin und Tanja nicht. Die beiden Frauen müssen immer essen, weil sie kein Sättigungsgefühl kennen. Sie leiden am "Prader-Willi-Syndrom", einer äußerst seltenen genetische Krankheit. Erste Anzeichen für die Erkrankung gibt es schon im Säuglingsalter: Die Babys haben Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme, trinken schlecht und haben insgesamt eine eher schlaffe Muskelspannung. Die allgemeine Entwicklung ist häufig verzögert. Später im Kindesalter entwickeln die Kinder ein ungebremstes Essverhalten, da ihr Körper, auf Grund einer genetischen Störung keinerlei Sättigungsgefühl verspürt und die Betroffenen ständig Hunger haben.

Im Säuglingsalter zeigt sich das Prader-Willi-Syndrom unter anderem durch vermehrte Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme. Die Säuglinge trinken wenig und haben eine eher schlaffe Muskulatur. Später entwickeln Kinder, die unter dem PWS leiden ein ungebremstes Essverhalten, da sie durch eine genetische Störung keinerlei Sättigungsgefühl verspüren und ständig Hunger haben.

Weitere Symptome des Prader-Willi-Syndrom sind unter anderem:

Kleinwuchwuchs (besonders kleine Hände und Füße)

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Unfruchtbarkeit

dreieckige Mundpartie, "mandelförmige" Augen

Verlangsamte und eingeschränkte geistige Entwicklung

Prader-Willi-Syndrom: Die Gene sind verantwortlich

Die Ursachen für das Prader-Willi-Syndrom sind genetisch bedingt. Die Gene auf dem väterlichen Chromosom 15 sind defekt, kleine Bereiche fehlen bei den betroffenen Patienten. Das Prader-Willi-Syndrom ist nicht heilbar, daher zielen Therapien darauf ab, die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen. Dazu zählt beispielsweise die Therapie mit Wachstumshormonen zur Normalisierung des Längenwachstums und zum Abbau des Körperfettanteils. Durch Verhaltenstherapie und Verschreibung von Antipsychotika sollen mögliche Verhaltensauffälligkeiten behandelt werden.

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