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Porexie: Wie gut helfen Needling und Hydrafacial gegen große Poren?

Das können sie tun, wenn sie unter Porexie leiden.

Große Poren sind die neuen Falten: Kaum man Falten mit Botox oder Hyaluron-Fillern bekämpfen, gibt es einen neuen Beauty-Trend: Porexie-Therapie. Unter Porexie versteht man eine Haut mit übergroßen Poren. Und wer will das nicht: eine ebenmäßige, glatte und feinporige Haut?

Porexie: Gegen Grobe Poren gibt es Hilfe.
Porexie: Die meisten Frauen wollen eine feinporige Haut. © Kristin Gründler - Fotolia

Große Poren entstehen durch eine übermäßige Talg-Produktion in den Drüsen-Kanälen unterhalb der Poren. Die Anzahl der Poren ist genetisch bedingt, doch die Größe kann hormonell bedingt sein. Auch mit dem Älterwerden nimmt die Größe der Poren zu: je dünner und schlaffer die Haut wird, desto mehr können sich die Poren ausdehnen.

Agniesszka Martynovwicz hat ein hübsches Gesicht. Aber sie leidet an Porexie und findet ihre Haut zu großporig. Besonders wenn ihr jemand nahe kommt, befürchtet die junge Frau sofort, dass man nur ihre großen Poren bemerkt. Das ist für die 33-Jährige schlimm, denn sie achtet besonders sorgfältig auf ihr Aufsehen. Daher sucht Agniesszka einen Spezialisten auf. Hautarzt Jürgen Ellwanger nimmt sie genau unter die Lupe und stellt fest, dass sie ihre Hautstruktur deutlich vergröbert ist. "Sie haben eine Grobporigkeit in weiten Arealen des Gesichts", diagnostiziert Ellwanger und schlägt direkt eine Behandlung vor: Hydrafacial.

Hydafacial ist eine Behandlungsmethode aus den USA, bei der die Poren verkleinert werden sollen. Dabei werden mehrere Vorgänge kombiniert. Zunächst wird die Haut intensiv mittels Vakuum porentief gereinigt. Im Anschluss wird die Haut mit einer Abrasion behandelt. Dabei werden die obersten Hautzellen mit Hilfe eines Lasers abgetragen, wodurch die Haut vitalisiert wird. Zuletzt werden Wirkstoffe wie Antioxidantien und Vitamine in die Haut eingeschleust, die die Hauterneuerung anstoßen sollen.

So bekommen Sie reine Haut!

Mit Bandagen wird nach der Behandlung das Gesicht gekühlt. Agniesszkas Behandlung war schmerzfrei: Man hat natürlich ein leichtes Brizzeln auf der Haut gefühlt, aber mit Schmerz ist das nicht zu vergleichen." Um das endgültige Ergebnis betrachten zu können, muss sich die Patientin allerdings noch etwas gedulden.

Dennoch verspricht der Dermatologe: "Nach der ersten Behandlung wird die Patientin unmittelbar merken, dass die Poren bereits sichtbar verkleinert sind. Das heißt ihr Hautbild wird auf Anhieb eine Stufe besser werden." Wiederholt man die Behandlung mehrmals, soll sich auch das Hautbild kontinuierlich verbessern.

Da solche intensiven Behandlungen nicht für jeden geeignet sind, empfiehlt der Hautarzt: "Eine effektive Methode ist auch die Behandlung mit einer speziellen Ultraschall-Reinigungsbürste." Auch mit dem sogenannten Needling kann man zu Hause das Hautbild verbessern. Mit einem Roller, an dem viele kleine Nadeln befestigt sind, wird sanft über die Haut gerollt.

Um Porexie vorzubeugen, ist eines besonders wichtig: Die tägliche, gründliche Reinigung der Haut. Denn Make-up und Talg-Reste können die Hautporen verstopfen und so zu großen Poren führen.

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