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Pollenallergie: Heuschnupfen wirkt am Steuer wie 0,5 Promille Alkohol im Blut

Heuschnupfen am Steuer
Heuschnupfen ist für die Betroffenen ein Ärgernis - und beim Autofahren gefährlicher als bisher gedacht. © zstock - Fotolia, Zstockphotos

Autofahren mit Heuschnupfen ist gefährlicher als gedacht

Pollenallergiker sollten sich beim Autofahren sehr in Acht nehmen: Niederländische Forscher haben herausgefunden, dass Heuschnupfen am Steuer die Fahrtüchtigkeit eines Fahrers so beeinträchtigt wie 0,5 Promille Alkohol im Blut.

In Deutschland leiden mehr als 15 Millionen Menschen an verschiedenen Pollenallergien. Für die Betroffenen ist die Krankheit oft eine Qual. Dass sie allerdings dermaßen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt, hätten selbst die Wissenschaftler von der niederländischen Universität Maastricht nicht erwartet.

"Eine unbehandelte allergische Rhinitis kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen und die Patienten gefährden“, so Psychologe Dr. Vuurmann gegenüber der ‚Ärzte Zeitung‘. Das Team rund um den Psychologen ließ für die Studie Allergiker einen einstündigen Fahrtest absolvieren. Das Ergebnis: Litten die Fahrer unter Symptomen einer Pollenallergie, kamen sie deutlich von der vorgegeben Fahrbahn ab.

Pollenallergie im Auto: Was tun?

Ähnliche Abweichungen machen Menschen, die etwa 0,5 Promille Alkohol im Blut haben. Zum Vergleich: Das Fahren mit einer solchen Menge Alkohol im Blut wäre eine Ordnungswidrigkeit und würde neben zwei Punkten in Flensburg ein Fahrverbot von einem Monat sowie ein Bußgeld von 500 Euro nach sich ziehen.

Eine Entwarnung gibt es für alle Heuschnupfen-Betroffene, die ein Anti-Allergikum einnehmen. Bei Testteilnehmern, die ihre Allergie mittels Medikamente im Zaun halten konnten, wurden nämlich kaum Abweichungen beim Fahrtest festgestellt. Die Lösung heißt also: Um sicher zu fahren, sollten Sie ihre Heuschnupfenallergie behandeln.

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