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Poaching: So schamlos wildern Frauen in fremden Ehen

Poaching: So schamlos wildern Frauen in fremden Ehen

Poaching: Die Strategie der fremden Frauen

Was den Umgang mit der Liebe angeht, bin ich auf der einen Seite ein frecher Freigeist. Auf der anderen Seite aber auch ein strenger Moralapostel. Denn an keinem Punkt ihrer Seele sind die Menschen empfindlicher als an dem Punkt, wo die Liebe sitzt. Im Herzen. Es ist also ein Akt von Nächstenliebe, auf seinen Nächsten Acht zugeben, während sich das Liebeskarussell des Lebens dreht.

Nun sind die Pfade der Liebe oft verschlungen, manchmal kann man zum Beispiel nicht verhindern, dass sich zwei Menschen finden, die noch gebunden sind. Das ist bei Männern fast immer so. Laut einer Studie beginnt jede fünfte Langzeit-Partnerschaft, während der Mann noch in einer Beziehung ist. Nun ist es nicht immer der Fall, dass eine Frau diesen Mann mit List und Tücke ausspannt.

Oft ist der Mann bereits auf dem Absprung innerlich, braucht aber den Kick einer neuen Verliebtheit. Männer haben solche Angst vorm Alleinsein, sie gehen selten als erster. Verliebt sich eine Frau in einen Mann, der sich im Prinzip schon verabschiedet hat aus seiner Beziehung, kann man der Frau keinen Vorwurf machen, finde ich. Wobei: Von außen weiß das natürlich keiner, wie sehr der Mann schon enfernt war von seiner Partnerin emotional. Wir lassen diese psychologischen Grenzfälle mal außen vor. Und gehen davon aus, dass die Liebe einschlagen kann, ohne dass einer mit fiesen Tricks nachgeholfen hat.

Ich komme zu ethisch wirklich fragwürdigen Vorgehensweisen. Zum sogenannten "Poaching". Das ist das neue Wort für Frauen, die in fremden Ehen wildern. Absichtlich und schamlos und schonungslos. Diese Art Frau erkennt man auf den ersten Blick. Es sind kalte Geschöpfe, die harmlose Ehemänner betören, die auf einer Party naiv-bewundernd an den Lippen ihrer Frau hängen, während diese etwas erzählt. Solche Männer gibt es. Das sind die Guten!

Wenn ein kaltes Geschöpf so einen Herzensmann sieht, will sie ihn erlegen. Sie geht gleich unter die Gürtellinie. Sie spricht das Unbewusste des Mannes an, das zwischen seinen Beinen schlummert. Von da aus arbeitet sie sich nach oben, zu Herz und Hirn. Erst einmal rauscht sie mit dem Po wackelnd an solch einem treuherzigen Mann vorbeit, lacht ihn an, wirft den Kopf nach hinten. Der guckt, der reagiert, weil das Testosteron ihn treibt. Die beiden kommen ins Gespräch, sie tanzen. Die Ehefrau kaut schon auf den Fingernägeln, denkt aber: Ach, lass ihn doch. Ich gönne ihm den kleinen Flirt.

So legen Sie Poaching-Frauen das Handwerk

Am Ende des Abends geht sie mit ihrem Mann nach Hause, denkt, alles sei gut. Der Mann aber ist aufgewühlt, hat Schmetterlinge im Bauch. Und die Telefonnummer der Poaching-Frau vielleicht schon in seiner Tasche. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Vielleicht geht er "nur" fremd mit ihr, vielleicht eist sie ihn aus der Ehe. Ohne richtig verliebt zu sein. Sie tut es mit Kalkül. Da hört für mich die Freigeisterei auf. Da werde ich wirklich zum allerstrengsten Moralapostel. Ich verurteile dieses Poaching-Verhalten hier an dieser Schaltstelle der Liebe aufs Heftigste.

Das hilft natürlich den armen Frauen nicht, deren lieber Ehemann von einer Poaching-Frau bedroht wird. Was ich raten kann, das ist nur dieses: Wehret den Anfängen. Erkennt Eure Feinde. Verlasst eine Party oder welchen Ort auch immer, an dem Ihr eine Männer-Wilderin wahrnehmt. Und nehmt Euren Mann aus der Schusslinie. Sagt, dass Ihr gerade justament in diesem Moment total scharf auf ihn seid und nach Hause ins Bettchen möchtet. Mit ihm. Zeigt, dass Ihr auch tricky seid! Poacht Euren eigenen Kerl!

Viel Erfolg dabei! Eure Birgit

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