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PMS: Gibt es das prämenstruelle Syndrom wirklich?

PMS: Gibt es das prämenstruelle Syndrom wirklich?

Ist PMS nur ein Mythos?

Welche Frau kennt das nicht? An den Tagen vor den Tagen ist man schlecht gelaunt, hasst jeden und versinkt in einer absoluten Weltuntergangsstimmung. Eigentlich haben wir bis dato das prämenstruelle Syndrom (PMS) für das Gefühlschaos verantwortlich gemacht. Doch jetzt zweifelt ein kanadisch-neuseeländisches Forscherteam an der Existenz des PMS.

Die Forscherinnen untersuchten sechs Monate lang Frauen und befragten sie täglich nach ihrer Verfassung: zum Beispiel, ob sie müde sind, angespannt oder eher gut gelaunt. Beim Vergleich dieser Daten mit dem Zyklus der Befragten konnten die Expertinnen jedoch keinen Zusammenhang feststellen. Laut ihnen handelt es sich beim PMS lediglich um ein gesellschaftliches Phänomen, welches damit zusammenhängen mag, dass man in westlichen Kulturen der Menstruation eher Negatives zuschreibt. Deshalb, so die Wissenschaftlerinnen, sei es auch üblich, schlecht gelaunte Frauen zu fragen, ob sie "ihre Tage" hätten. Wer übel drauf ist, muss seine Periode haben - als gebe es sonst keinen Grund dafür.

Praktizierende Gynäkologen gehen jedoch davon aus, dass man das PMS nicht einfach nur als Mythos abstempeln könne. Denn schließlich hätten sie viele Patientinnen, die über Leiden klagen, welche kurz oder während der Regel auftreten. Einige von ihnen litten sogar unter der schweren prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS), die ab 2013 in Psychiater-Handbüchern offiziell als Störung aufgenommen wird.

Wie fühlen Sie sich vor Ihrer Menstruation: Glauben Sie an PMS oder ist das für Sie ein absoluter Mythos?

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