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Plüschtiere im Öko-Test: Finger weg von diesen Plüschtieren!

Plüschtiere im Öko-Test: Finger weg von diesen Plüschtieren!
Zwei der getesteten Produkte wurden von Öko-Test als "nicht verkehrsfähig" eingestuft und gehören auf keinen Fall in Kinderhände. © picture alliance / blickwinkel/P, P. Frischknecht

Vernichtendes Urteil für Spielzeughersteller

Ein Armutszeugnis für Spielzeughersteller: Acht von 23 von Öko-Test untersuchten Plüschtieren bekommen die Note 'ungenügend'. Zwei der Spielzeuge erweisen sich im Test sogar als gefährlich und werden von Öko-Test als "nicht verkehrsfähig" eingestuft. Die Hersteller haben inzwischen reagiert und die betreffenden Plüschtiere aus dem Sortiment genommen.

Haart Ihr Plüschtier, wenn Sie mit den Fingern durchs Fell fahren? Oder riecht es auffällig? Dann lassen Sie besser sofort die Finger davon. Andersherum kann aber auch ein Kuscheltier mit neutralem Geruch umstrittene Inhaltsstoffe enthalten. Öko-Test hat einige Produkte deswegen einmal genauer unter die Lupe genommen. Darunter sind Stofftiere traditioneller, deutscher Hersteller, aber auch Produkte aus kontrolliert biologischem Baumwollanbau sowie Discounterartikel. Für das teuerste Produkt hat Öko-Test 66,99 Euro ausgegeben, das günstigste liegt bei 1,99 Euro.

Die Kuscheltiere wurde vor allem auf ihre Inhaltsstoffe überprüft. So wurde das Augenmerk auf giftige Schwermetalle wie Blei oder Chrom, auf umweltschädliche Nonylphenolethoxylate und auf potentiell krebserregende Kohlenwasserstoffe gelegt. Außerdem wurde überprüft, ob sich verbotene Farbstoffe im Fell verstecken.

Die Plüschtiere mussten aber auch einen Praxistest bestehen. Wie reißfest sind die Nähte? Wie leicht entzündet sich das Fell? Lösen sich Kleinteile, die Kinder beim Spielen verschlucken könnten? Um mit 'Sehr gut' abzuschneiden, mussten die Kuscheltiere in beiden Kategorien den hohen Ansprüchen von Öko-Test genügen.

Nur wenige Plüschtiere sind zu hundert Prozent zu empfehlen

Überzeugen konnten da aber nur fünf Produkte. Das Reh von 'Steiff' (66,99 Euro und damit das teuerste Produkt im Test) schnitt mit 'sehr gut' ab. Aber auch günstigere Produkte punkteten auf ganzer Linie und heimsten die Bestnote ein. So ist zum Beispiel der Hund von 'Ikea' (7,99 Euro) und der Bär von 'Alnatura' (14,90 Euro) zu empfehlen.

Die Finger lassen sollten Sie hingegen von acht Plüschtieren, die mit Pauken und Trompeten durchgefallen sind und nur noch mit 'ungenügend' bewertet werden konnten. Betroffen ist unter anderem das Reh von 'Die Spiegelburg' (19,95 Euro). In diesen Kuscheltieren wurden gefährliche Inhaltsstoffe wie Kohlenwasserstoff oder Blei nachgewiesen, das bei Kindern zu Nervenschäden führen kann oder deren Hirnfunktionen stört.

Der Affe von 'Kallisto' (37,10 Euro) und der Tiger von 'Kik' (1,99 Euro) wurden sogar als "nicht verkehrsfähig" eingestuft. Als Konsequenz hat 'Kik' nicht nur den Tiger, sondern auch die Giraffen, Elefanten und Affen, die ebenfalls für 1,99 Euro angeboten wurden, zurückgerufen und aus dem Verkauf genommen. Der Affe von 'Kallisto', der aufgrund seiner hohen Brennbarkeit durchgefallen ist, wurde durch einen kürzeren, weniger brennbaren Stoff ersetzt. "Der Affe Toto ist ab sofort in einer veränderten Variante erhältlich. Er heißt jetzt Toto junior", erklärte das Unternehmen.

Sollten Sie eins der 'ungenügend' gestesten Produkte gekauft haben, rät Öko-Test, dieses in das entsprechende Geschäft zurück zu bringen. Händler zeigen sich in so einem Fall oftmals sehr kulant.

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