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Plötzlicher Kindstod: Wo geimpft wird, sterben weniger

Sicherer Schlaf für Ihr Baby
Sicherer Schlaf für Ihr Baby So senken sie das Kindstod-Risiko 00:02:51
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In gut durchimpften Regionen sterben weniger Babys

Wenn Babys sterben, gehört das zu den größten Katastrophen, die Eltern erleben können. Besonders wenn die Todesursache unklar ist, wie beim ‚Plötzlichen Kindstod‘, kommen viele Eltern lange nicht über den Verlust hinweg. Forscher der Berliner Charité haben jetzt nachgewiesen, dass in Regionen mit einer hohen Impfquote auch die Gefahr für Babys sinkt. Je besser der Impfschutz ist, desto weniger Babys sterben diesen unerklärlichen Tod.

Plötzlicher Kindstod: Impfen hilft
Plötzlicher Kindstod: Wo geimpft wird, sterben weniger Babys

Die Wissenschaftler hatten die Impfquote bei Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten (für Babys ab dem 2. Monat) in den USA und die Zahlen des plötzlichen Kindstodes dort miteinander in Bezug gesetzt und einen deutlichen Zusammenhang entdeckt. In den 70er- und 80er-Jahren gab es in den USA Phasen, in denen die Impfquote deutlich zurückging. In dem gleichen Zeiträumen trafen die Forscher auf deutliche Zunahmen des plötzlichen Kindstods.

Auch umgekehrt, bei steigender Impfquote, zeigte sich ein Zusammenhang: Eine um zehn Prozent höhere Impfquote wirkt sich auch als zehn Prozent geringere Fallzahl beim plötzlichen Kindstod aus.

Diese Risikofaktoren begünstigen den Plötzlichen Kindstod

Das Risiko für Babys, am sogenannten Krippentod zu sterben, liegt in Deutschland bei 0,04 Prozent. Das heißt, vier von 10.000 Neugeborenen sterben daran. Auch wenn die genauen Ursachen für den Tod im Säuglingsalter noch immer nicht bekannt sind, haben Ärzte und Wissenschaftler folgende Risikofaktoren herausgearbeitet:

• Ein höheres Alter der Mutter

• Eine vorangegangene lebensbedrohende Krise

• Ein Geschwisterkind, das bereits vorher am Kindstod gestorben ist

• Eine Frühgeburt vor der 33. Schwangerschaftswoche oder ein sehr niedriges Geburtsgewicht

• Drogenkonsum der Mutter (besonders polytoxikoman, also mehrere Drogen parallel).

Beim Säugling:

• Passivrauchen

• Überwärmung

• Schlafen in Bauchlage

• Zudecken des Kopfes

• Nicht gestillt

Als Maßnahmen, die den plötzlichen Kindstod verhindern, empfehlen die Ärzte:

• Rauchfreie Umgebung

• Kühles Schlafzimmer (16-18 Grad)

• Rückenlage zum Schlafen

• Feste, luftdurchlässige Matratze

• Passender Schlafsack – Keine Kopfbedeckung, Decken, Felle, Nestchen usw.

• Stillen während der ersten sechs Lebensmonate.

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