SCHWANGERSCHAFT SCHWANGERSCHAFT

Plötzlicher Kindstod: Manche Babys sind anfälliger

Plötzlicher Kindstod
Plötzlicher Kindstod: US-Forscher haben entdeckt, dass das Risiko mancher Kinder höher ist als das anderer. © picture alliance / Bildagentur-o

US-Forscher entdecken höhere Anfälligkeit mancher Babys

Plötzlicher Kindstod: Unfassbar, aus heiterem Himmel und aus immer noch ungeklärten Ursachen, sterben plötzlich Babys und Kleinkinder im Schlaf. Die Eltern bleiben verstört zurück. Allgemein wird davon ausgegangen, dass eine unsichere Schlafumgebung das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöhen kann. US-Forscher haben nun aber entdeckt, dass das Risiko mancher Kinder allerdings höher ist als das anderer.

Dazu hatten Wissenschaftler um Hannah Kinney vom Bostoner Children's Hospital die Daten von 71 verstorbenen Babys aus einem Zeitraum von zwölf Jahren analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass Babys, die unvorhergesehen und grundlos sterben, laut den Forschern Veränderungen im Gehirn aufweisen. Es handelt sich dabei um Hirnregionen, die wichtige Körperfunktionen wie das Atmen oder die Körpertemperatur regeln. Durch diese Veränderungen sei die Kontrolle von Atmung, Herzfrequenz, Blutdruck und Temperatur während des Schlafs beeinträchtigt. Aus diesem Grund würden diese Babys unter Umständen nicht aufwachen, wenn sie zu viel Kohlendioxid einatmen oder eine zu hohe Körpertemperatur haben.

Dies unterscheide sie von Babys, die aufgrund anderer Ursachen sterben, schreiben die Forscher in der aktuellen Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift Pediatrics. "Sicherlich gibt es auch unsichere Schlafumgebungen, die dazu beitragen können, dass ein Baby stirbt", so Kinney. Deshalb würden die gängigen Empfehlungen für eine sichere Schlafumgebung auch weiterhin gelten. Dennoch deuten die Ergebnisse darauf hin, dass manche Kinder anfälliger für den plötzlichen Kindstod sind als andere.

Anzeige