BABY BABY

Plötzlicher Kindstod: Botenstoff Orexin zur gering - Bluttest soll Risiko erkennen

Plötzlicher Kindstod: So senken Sie das Risiko
Plötzlicher Kindstod: So senken Sie das Risiko Sicherer Schlaf für Ihr Baby 00:03:01
00:00 | 00:03:01

Botenstoff Orexin ist zu gering

Bisher weiß man immer noch nicht viel über den plötzlichen Kindstod. Mögliche Risikofaktoren sind zwar bekannt, aber wissenschaftlich nachweisbar waren diese als mögliche Ursachen bisher nicht. Das kann sich nun ändern, denn ein Forscherteam aus dem australischen Westmead hat herausgefunden, dass der plötzliche Kindstod (SIDS: Sudden Infant Death Syndrom) mit einem zu geringen Anteil des Botenstoffs Orexin im Blut zusammen hängen kann.

Auch Serotonin steht im Verdacht

Könnte es also bald möglich sein, das Risiko mittels Bluttest einfach festzustellen?

Fest steht, dass alle untersuchten Babys eben eine Gemeinsamkeit auswiesen: Die Konzentration dieses Botenstoffs sei auffallend niedrig gewesem. In einer Studie wurden 27 Fälle von plötzlichem Kindstod untersucht. Herauskam, dass das Niveau des Botenstoffs bei an SIDS verstorbenen Babys um 20 Prozent geringer war.

Orexin steuert den Schlafrhythmus. Es sorgt dafür, dass man aufwacht, wenn der Schlaf gestört wird. Die Forscher gehen davon aus, dass die verstorbenen Babys davon betroffen waren. Die Signale zum Aufwachen werden dann möglicherweise nicht weitergegeben. Nun wird weiter geforscht, warum die Konzentration von Orexin im Köroper der Babys so gering ist.

Ist damit nun das Rätsel um den SIDS gelöst? Nicht ganz. Forscher gehen schon lange davon aus, dass der plötzliche Kindstod die Folge einer Atemstörung während des Schlafens ist. Aber auch der Botenstoff Serotonin steht im Verdacht, die Muskulatur der Atemorgane nicht ausreichend anzuregen. Liegt das Kind in Bauchlage, behindert der Druck auf die Lunge die Atmung. Die beiden Botenstoffe Serotonin und Orexin wurden dafür Sorgen, dass das Kind aufwacht. Sind die Werte zu gering, passiert das eben nicht.

Anzeige