Piraten-Gründer will Kinderpornos legalisieren

Piraten-Gründer will Kinderpornos legalisieren
Piraten-Gründer will Kinderpornos legalisieren

Straffreie Kinderpornos?

Der schwedische Gründer der Piratenpartei Rick Falkvinge schlägt vor„ dass der „Besitz von Kinderpornografie im kommenden Jahrzehnt wieder legalisiert werden" müsse.

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Mit seiner Forderung sorgt Falkvinge nicht nur in Schweden für Entsetzen: Die Piratenpartei Deutschland hat sich am Montag bereits gegen den schwedischen Gründer ihrer Bewegung gestellt.

In seinem persönlichen Blog stellt Falkvinge zwar klar, dass er den Missbrauch an Kindern für ein schlimmes Verbrechen halte, welches auf keinen Fall geduldet werden dürfe Aber in einer technologisierten Welt wie unserer sei die versehentliche „unschuldige“ Aufzeichnung von kinderpornografischen Inhalten ein Normalfall. Eine Zensur würde seiner Meinung nach die Aufklärung von „echten“ Sexualstraftaten erschweren.

Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Bernd Schlömer, distanzierte sich am Montag bereits von Falkvinges Thesen: "Wie die Gesellschaft im Allgemeinen braucht auch die digitale Gemeinde Regeln des guten Miteinanders und ein funktionierendes Rechtssystem.“ Der Berliner Pirat und Netzaktivist Stephan Urbach erklärte, er habe sich mit seinen Äußerungen als ernstzunehmender politischer Akteur disqualifiziert.

Im April war Falkvinge beim Bundesparteitag der Partei in Neumünster bei Kiel noch als Pionier gefeiert worden. Falkvinge gründete 2006 die "Piratpartiet“ in Schweden und war bis Anfang 2011 ihr Vorsitzender.