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Pilze, Sporen, Keime: Im Bad kann's eklig werden

Pilze, Sporen, Keime: Im Bad kann's eklig werden
© picture-alliance/ dpa, Heiko Wolfraum

Pilze und Keime sprießen im Bad

Das hat sicher jeder schon erlebt: Man war abends im Schwimmbad und hat dann die Tasche zu Hause nicht gleich geleert. "Keine Lust, das mache ich morgen." Am nächsten Morgen war dann immer noch das nasse Handtuch in der Sporttasche. Nicht schlimm? Naja.

Pilzsporen und Keime entwickeln sich sehr schnell in feuchtwarmer Umgebung. Deshalb sollten Handtücher immer über der Heizung oder bei wärmerem Wetter an der frischen Luft getrocknet werden. Eine 60-Grad-Wäsche macht den Keimen den Garaus.

Das Bad ist eine echte Keimzelle

Doch fiese Pilze lauern überall. Auf der Zahnbürste, im Duschgel, in der Kosmetik-Lotion, auf dem Schmink- und dem Rasierpinsel. Daher gibt es einiges zu beachten, wenn man sich im Bad keine Krankheiten holen will.

Zahnbürste :

Spülen Sie die Zahnbürste nach dem Gebrauch unter einem kräftigen Wasserstrahl aus und lagern Sie sie aufrecht, damit sie auslüften kann. Zanhärzte empfehlen im Allgemeinen, die Bürste alle drei Monate zu wechseln. Wichtig ist auch das Wechseln der Zahnbürste nach Erkältungen, Grippeerkrankungen, Mundinfektionen oder Halsentzündungen. Vor allem deshalb, weil sich in den Borsten Keime sammeln können, die zu einer Neuerkrankung führen können.

Duschgels und Badezusätze:

Wasserhaltige Erzeugnisse sind besonders anfällig für Keimbildung. Bewahren Sie einmal geöffnete Duschgels nicht ewig auf. In der Flüssigkeit vermehren sich die Keime bei den wohligen Temperaturen schnell. Normalweise passiert der Haut nichts, wenn Sie sie mit keimhaltigem Duschgel einreiben, doch bei Verletzungen oder angegriffener Haut, können Irritationen auftreten. Tipp: Im Dunkeln vermehren sich die Keime nicht so schnell, lagern Sie ihre Duschgels und Badezusätze also am besten im Schrank.

Auch Pinsel und Rougetöpfchen gehören gereinigt

Pilze, Sporen, Keime: Im Bad kann's eklig werden
© picture-alliance / dpa, Fotoreport ABDA - Bundesvereinig

Haarbürsten:

Den Haaren in einer Bürste kann man mit einem Kamm zu Leibe rücken. Außerdem sollte die Haarbürste von Zeit zu Zeit mit Shampoo und heißem Wasser gereinigt werden.

Kosmetika, Make-Ups und Cremes:

Auch im Make-Up fühlen sich Keime wohl. Wenn Sie mit dem Finger hinein langen, hinterlassen Sie Keime, die sich dann vermehren. Das ist also kaum zu verhindern. Minimieren können Sie die Keimzahl, wenn sie die Ampullen und Dosen im Kühlschrank aufbewahren. Außerdem hat die Creme dann einen Frische-Effekt, wenn Sie sie gekühlt auftragen. Je fetter eine Creme, umso schlechter können sich Bakterien bilden.

Finger drin: in sechs Wochen aufbrauchen

Rougetöpfchen:

Generell gilt: Produkte können verderben. Bei jedem Öffnen kommt ein Tiegel oder eine Dose wenigstens mit Sauerstoff in Verbindung. Der ist nicht keimfrei. Haben Sie mit Ihren Fingern einmal in ein Töpfchen gelangt, sollten Sie es binnen sechs Wochen aufbrauchen.

Zum Schluss noch ein Hinweis:

Häufiges Händewaschen hilft gegen Keime. Die meisten Keime bekommen die Gegenstände im Bad immer noch von Ihnen selbst ab. Hier beginnt also die Gesundheitsprävention.

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