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Pfotenschutz & Pfotenpflege: Das braucht Ihr Hund im Winter

Hund liegt auf dem Holzfußboden. Hundepfoten liegen neben einer Hundeschnautze.
Pfotenpflege ist das A und O - vor allem im Winter muss das Herrchen auf die weichen Tatzen achten. © Getty Images/iStockphoto, anactor

So kommt Ihr Hund sicher auf vier Pfoten durch Schnee und Eis

Im Winter wird es draußen kalt, nass und ungemütlich. Wir bekommen in der Regel einen Schnupfen, kalte Füße und vor allem ständig raue, spröde und rissige Hände. So geht es aber nicht nur uns - auch unser bester Freund hat in der kalten Jahreszeit mit trockener Haut zu kämpfen. Doch bei unserem Hund kann das sehr schmerzliche Folgen haben. Worauf Sie bei der Pfotenpflege im Winter achten sollten und was die Hundetatze tatsächlich braucht, verraten wir Ihnen hier.

Kleiner Hund gibt seinem Frauchen das Pfötchen.
Pfötchen her: Regelmäßiger Pfotencheck ist im Winter ein Muss! © Getty Images/iStockphoto, CuorerouC

"Grundsätzlich ist es wichtig, nach jedem Spaziergang die Pfoten des Vierbeiners auf Verschmutzungen und Fremdkörper zu überprüfen und diese zu entfernen", so Dr. Heidi Bernauer-Münz, praktizierende Tierärztin, Tierverhaltenstherapeutin und Vorsitzende des Arbeitskreises für Kleintiere der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. Dem Magazin für Hunderfreunde 'HundeNachrichten' gegenüber sagt sie: "Verletzungen an den Ballen oder zwischen den Zehen können sich leicht infizieren. Dann ist der Gang zum Tierarzt notwendig und die Heilung kann langwierig sein. Daher ist Vorsorge in jedem Fall besser als Nachsicht."

Gründlicher Pfotencheck

Die Pfotepflege Ihres Vierbeiners nimmt täglich nur wenige Minuten in Anspruch. Diese Zeit sollten Sie ihrem Tier zugestehen. Begutachten Sie die Tatzen ganz genau, denn vor allem zwischen den einzelnen Zehen können sich leicht Fremdkörper verstecken. Denn während des Laufens, beim Aufsetzten der Pfoten auf den Boden, werden die Zehen des Hundes aufgespreitzt und Dreck und Fremdkörper können in den Zwischenräumen stecken bleiben. 

Richtige Reinigung

Hunde sind oftmals - so wie wir Menschen auch - kitzelig unter den Füßen beziehungsweise Pfoten. Daher wird das Tier sicherlich nicht lange still sitzen und versuchen die Pfoten immer wieder weg zu ziehen. Geduld und Übung sind jetzt die Zauberworte, wenn es um die Pfotenpflege geht. Tierärztin Dr. Bernauer-Münz rät dazu, bereits im Welpenalter mit dem Hund die Reinigungsprozedur der Tatzen zu trainieren. Durch Belohnungen in Leckerlieform kann so bereits früh die Bereitschaft des Hundes zur Körperpfelge gefördert werden. Mit einem feuchten Tuch sollten die Pfotenballen, -zehen, sowie der Zwischenräume der Zehen mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. So nehmen Sie den Schmutz und vor allem das Salz von den weichen Tatzen. "Da Hunde gern ihre Pfoten lecken, würden sie sonst das Salz aufnehmen und das bekommt ihnen nicht gut", erläutert die Tierärztin. 

Auch Pfoten müssen eingecremt werden

Die routinemäßige Kontrolle und die zusätzliche Reinigung sind jedoch immer noch nicht ausreichend, wenn unser treuer Begleiter bei Kälte über raues Eis und kalten Schnee tapsen muss. Die Expertin rät: "Zehen und Ballen sollten gegebenenfalls mit einer geeigneten Fettcreme oder einem speziellen Pfotenspray behandelt werden. Dies empfiehlt sich besonders dann, wenn die Haut bereits spröde ist.“​​

Hunderassen mit langem Fell

Langes Fell wärmt im Winter besoners gut - doch birgt es auch Tücken in der dunklen Jahreszeit. Denn an den langen Haaren können sich schnell zwischen Zehen und Ballen kleine Steinchen, Salzkristalle oder Eisklumpen verknoten. "Das ist dann sehr schmerzhaft für den Hund beim Gehen und Verletzungen können die Folge sein. Daher sollte das Fell regelmäßig gekürzt werden, wobei darauf zu achten ist, dass die Haut dabei nicht verletzt wird", empfiehlt Dr. Bernauer-Münz. Auch spezielle Hundeboots können die Pfoten schützen, wenn Sie diesen Extra-Schutz für Ihren Hund als sinnvoll erachten.

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