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Pfeiffer-Syndrom: Mutter von krankem Jungen wehrt sich gegen Mobbing im Netz

Pfeiffer-Syndrom: Mutter von krankem Jungen wehrt sich gegen Mobbing im Netz
"Ich bin nicht hässlich. Ich bin ein Junge."

Seltene Erbkrankheit sorgt für Fehlbildungen

"Ich bin nicht hässlich. Ich bin nicht seltsam. Ich bin ein Junge. Ich möchte akzeptiert werden. Ich werde von vielen geliebt."

So beschriftet AliceAnn Meyer auf ihrem Blog ein Foto ihres vierjährigen Sohnes, das seit kurzem im Netz die Runde macht. Der kleine Jameson leidet am Pfeiffer-Syndrom, erkennbar an seinen hervorstehenden Augen. Die seltene Erbkankheit taucht einmal in 100.000 Geburten auf und sorgt für deutlich sichtbare Fehlbildungen an Schädel, Gesicht, Händen und Füßen. Geistig beeinträchtigt sei er aber nicht. Er habe momentan zwar noch Probleme mit seinem Gehör und daher auch später mit dem Sprechen begonnen als andere Kinder, als Erwachsener solle er aber keinerlei Beeinträchtigungen mehr haben.

"Jameson ist ein toller Junge. Und er verdient es, mit Respekt behandelt zu werden"

Auf ihrem Blog 'Jameson’s Journey' dokumentiert AliceAnn Meyer das Leben ihres Sohnes seit seiner Geburt. Sie wollte über die Krankheit aufklären und ihre Familie darüber auf dem Laufenden halten. Ein Foto auf Meyers Blog zeigt ein glückliches Kind auf einer Wiese mit schokoverschmiertem Mund. Im Januar 2016 entdeckte sie, dass ein bearbeitetes Foto ihres Sohnes ihn mit einem Mops verglich und dafür Likes und Shares im vierstelligen Bereich erntete. Im Internet ist das Bild zum 'Meme' geworden. Es ist viral gegangen, weil sich Menschen über das Aussehen des Jungen lustig machen und Dinge schrieben wie: "Ist der echt? Ist das ein wirklicher Mensch?"

Das Foto aus dem Internet zu entfernen, wurde für AliceAnn Meyer zum Kampf gegen Windmühlen. Während Twitter und Instagram das Bild anstandslos von ihren Seiten löschten, brauchte Facebook Tage, um zu reagieren. Bis heute habe sie tausende an E-Mails verschickt, um das Foto auch andernorts aus dem Netz zu tilgen. Aufgeben will sie aber noch lange nicht. "Jameson ist eine wirkliche Person. Ein Mensch. Ein toller Junge. Und er verdient es, mit Respekt behandelt zu werden."

AliceAnn Meyer ist ein Paradebeispiel einer Mama-Löwin. Sie kämpft für ihr Kleines und dafür gebührt ihr der größte Respekt!

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