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Penistransplantation: Neues Glied nach Amputation

Die Transplantation ermöglicht Thomas Manning einen Neuanfang

"Ich will wieder der sein, der ich einmal war.": Zum ersten Mal ist in den USA eine Penistransplantation durchgeführt worden. In einer 15-stündigen Operation erhielt ein 64-jähriger Krebspatient das Organ eines verstorbenen Spenders und hofft nun, sich noch einmal neu zu verlieben.

In der weltweit dritten Operation dieser Art konnte dem 64-jährigen Thomas Manning der Penis eines verstorbenen Mannes transplantiert werden. Nachdem dem Patienten sein Geschlechtsteil 2012 in Folge seiner Krebserkrankung amputiert werden musste, bedeutet diese Möglichkeit für den glücklichen Mann eine Rückkehr zu seinem alten Leben.

Weltweit gab es erst drei Penistransplantationen

Laut dem Ärzteteam des Massachusetts General Hospital in Boston ist die Operation gut verlaufen: "Wir sind vorsichtig optimistisch", erklärt der plastische Chirurg Curtis Cetrulo der 'New York Times'. Eine Abstoßung des transplantierten Organs sei bislang nicht zu befürchten. Thomas Manning erhole sich gut und der Blutfluss funktioniere einwandfrei. Wenn keine Komplikationen folgen, könne der 64-jährige in wenigen Wochen bereits normal Wasser lassen und auch sexuell sei der transplantierte Penis bald funktionsfähig, bestätigt Cetrulo.

Bislang gab es bereits zwei erfolgreiche Penistransplantationen. Während der erste Patient in China wegen psychischer Probleme nach kurzer Zeit um eine Abnahme des Spenderorgans bat, zeugte ein Patient in Südafrika bald nach der erfolgreichen Transplantation ein Baby.

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