FAMILIE FAMILIE

Peinliche Eltern: Wieso sind die Eltern ihren Kindern eigentlich so peinlich?

Eltern sind ihren Kindern oft peinlich.
Eltern sind ihren Kindern oft peinlich. © 2013 Scott Griessel/Creatista, Scott Griessel/Creatista

Wir haben bei einem Teenager nachgefragt

„Mama, hör' auf zu tanzen!“ oder „Papa, NEIN!“ sind vermutlich die Sätze, die Eltern von ihren Kindern oft zu hören bekommen. Peinliche Eltern: Eine Horrorvorstellung für Teenager. Doch wie kommt es, dass Kinder ihre Eltern als peinlich empfinden? Wir haben mal bei einem Teenager nachgefragt.

Wieso sind Eltern überhaupt peinlich?

Egal wie hart es auch klingt: Alle Eltern sind peinlich!

Sie singen im Auto mit? Kommen bei Besuch andauernd ins Zimmer Ihres Kinders? Sie beschweren sich beim Lehrer? Herzlichen Glückwunsch! Auch Sie gehören damit zu den peinlichsten Eltern der Welt. Aber wie kommt das eigentlich?

Viele Eltern wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen, sobald das Kind in die Grundschule kommt. Natürlich sind dann die Meisten lieber fürsorglich, als dass sie sich zu wenig kümmern, doch für viele Kinder ist das sehr lästig. Sie fühlen sich nicht altersgemäß behandelt. Viele Kinder bauen in diesem Alter eine Fassade auf, um cool und selbstsicher zu wirken und da kommen ihnen die peinlichen Eltern wie Sabotage am eigenen Image vor. Eine Mutter, die das Schulbrot hinterher bringt oder das Kind vorm Schultor absetzt und auch noch ein Kuss gibt – für Teenager eine schreckliche Vorstellung. Es sind nette Gesten, doch leider werden sie vollkommen missverstanden. Kinder wollen so selbstständig wie möglich auftreten und so ein Verhalten steht eher für Schwäche. 

Verbotene Dinge – oder auch Sachen, die Eltern niemals tun sollten!


  • In der Öffentlichkeit anfangen zu tanzen, weil Ihnen die Musik gefällt.
  • Ihrem Kind das vergessene Brot/ die vergessenen Sportsachen ins Klassenzimmer bringen.
  • Oft das Zimmer ihres Kindes betreten, obwohl ein Freund da ist.
  • Im Auto laut zur laufenden Musik mitsingen.
  • Ihrem Kind vor der Klassenfahrt einen Kuss auf den Mund geben vor allen Freunden und Freundinnen.
  • Laut nach Ihrem Kind gerufen, weil Sie es nicht finden.
  • Sich im Restaurant beschweren, weil das Essen nicht geschmeckt hat oder ähnliches.
  • Sich beim Lehrer beschweren aufgrund einer schlechten Note.
  • Beim Shoppen ungefragt in die Umkleide schauen.
  • Vor den Freunden Ihres Kindes sagen, dass Sie es lieb haben.
  • Sich eine App auf ihr Handy heruntergeladen, die auch Ihr Kind benutzt und dann versuchen mit ihm über diese App zu kommunizieren. Ganz oben auf der Liste steht zum Beispiel 'Snapchat'.
  • Sich den Finger anlecken, um Ihrem Kind etwas mit der Spucke aus dem Gesicht zu wischen. (Bitte Eltern: Lasst eure Spucke in eurem Mund!)
Anzeige