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Pate werden: Infos zur Patenschaft

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Paten sollten ihre Patenkinder auf ihrem Lebensweg eng begleiten. © DanielaEvaSchneider - Fotolia

Taufpaten - treffen Sie die richtige Wahl

Für die meisten Eltern steht das Vertrauen an erster Stelle, wenn es um die Wahl der Paten geht. Die Paten sollen bei der Erziehung unterstützen und für ihre Kinder im Idealfall auch ein Ansprechpartner sein. Viele Eltern sehen in den Taufpaten auch Menschen, die in einer extremen Notsituation in der Lage sein sollen, für ihr Patenkind zu sorgen. Diese Bezugspersonen sind oft Geschwister der Eltern, oder sehr enge Freunde.

Bei der Auswahl sollten Eltern daran denken, dass auch enge Freundschaften auseinanderbrechen können. Ist eine Freundschaft krisenerprobt? Besteht die Gefahr einer Funkstille nach einer Meinungsverschiedenheit? Am besten spricht man gemeinsam mit den potentiellen Paten auch diese Themen an.

Wer darf Taufpate werden?

Die evangelische wie auch die katholische Kirche sieht in den Paten einen Mentor, der die Kinder auf ihrem Weg zum Glauben begleitet. Deshalb muss laut Kirchengesetz mindestens ein Pate selber ein getaufter und je nach Religionszugehörigkeit gefirmter oder konfirmierter Christ sein. Ein Pate sollte der Konfession angehören, in die hinein das Kind getauft wird. Auch die Anzahl der Paten ist vorgeschrieben: In der katholischen Kirche darf es nur zwei Paten geben. Ist der zweite Pate evangelisch, darf er als "nur" als Taufzeuge auftreten.

Die evangelische Kirche ist etwas liberaler und es reicht, wenn der zweite Pate Christ ist. Auch sind hier mehr als zwei Paten erlaubt. In der katholischen Kirche sollte ein Pate mindestens 16 Jahre alt sein, in der evangelischen Kirche werden Jugendliche schon ab 14 Jahren als religionsmündig anerkannt.

Die Erfahrung zeigt aber, dass in vielen Gemeinden auch Ausnahmen gemacht werden. Das Gespräch mit der Gemeinde und dem zuständigen Geistlichen hat schon so manche Steine aus dem Weg geräumt.

Die Aufgaben der Taufpaten

Man könnte sich auf Weihnachten und Geburtstag reduzieren. Doch die eigentliche Aufgabe von Paten ist die geschenkte Zeit und der regelmäßige Kontakt zum Patenkind. Es ist wichtig, immer am Ball zu bleiben und zu erfahren, was das Kind gerade beschäftigt. Welche Musik findet es gerade gut? Was ist sein Lieblingsspielzeug? Wie läuft es in der Schule? Viel wertvoller als ein teures Geschenk sind eine Einladung ins Kino, ein gemeinsamer Bastelnachmittag oder eine Übernachtung bei der Patentante oder dem Patenonkel.

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