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Parasiten im Darm: So schützen Sie sich im Urlaub vor Amöben und Würmern

So schützen Sie sich vor Parasiten im Urlaub
Parasiten können die Gesundheit gefährden © picture-alliance/ dpa/dpaweb, epa Rungroj Yongrit

Parasiten im Darm: Amöben und Würmer können gefährlich werden

Kleine Parasiten wie Amöben oder Würmer können uns den Urlaub im Ausland schnell vermiesen. Teilweise werden die Biester unserer Gesundheit sogar richtig gefährlich. Umso wichtiger ist der Schutz.

Damit Ihr Urlaub nicht in purer Enttäuschung endet und aufgrund einer Erkrankung vorzeitig abgebrochen werden muss, sollten Sie zumindest wissen, welche Parasiten Ihnen am Urlaubsziel gefährlich werden können.

Amöben:

Die kleinen Biester sind leider weiter verbreitet, als man möchte. Die Amöbe ist ein Einzeller. Mit ihrer Größe von rund 0,5 mm ist sie gerade noch erkennbar. Die meisten Amöbenarten vegetieren im Schlamm, auf Pflanzen oder Steinen stehender Gewässer. Nur wenige können im freien Wasser schwimmen. Dennoch kommen sie in manchen Ländern auch im Leitungswasser vor.

Häufig verläuft der Amöbenbefall ohne besondere Symptome und man scheidet die Parasiten unbemerkt wieder aus. Doch in manchen Fällen kommt es zu einer akuten Infektion mit Durchfall und Krämpfen, einer so genannten Amöbenruhr, die mit Antibiotika behandelt wird.

Richtig gefährlich sind aber Leberabszesse. Auch, wenn das nur selten passiert. Leberabszesse sind die Folge davon, wenn die Amöben sich durch die Darmwand fressen und in die Leber gelangen, wo sie eitrige Abszesse auslösen. In diesen Fällen ist eine langwierige Therapie notwendig.

Tipp: Putzen Sie die Zähne nur mit abgekochtem Wasser oder gekauftem Mineralwasser. Trinken Sie keinesfalls Fluss- oder Seewasser.

Hakenwürmer:

Mitunter nicht ganz so schmerzhaft, aber ebenfalls ausgesprochen beunruhigend sind Hakenwürmer. Hakenwürmer gehören zu den Fadenwürmern und kommen in warmen und feuchten Regionen der Tropen und Subtropen vor. Normalerweise befallen Hakenwürmer Hunde und Katzen. Die Tiere scheiden die Wurmlarven dann mit ihrem Kot aus. Menschen fangen sich die Parasiten vor allem beim Barfußgehen an Plätzen ein, an denen sich viele Hunde tummeln.

Die Larven können recht leicht über die Haut in den menschlichen Körper eindringen. Deswegen ist Barfußlaufen in dieser Hinsicht auch gefährlich. Larven können aber auch über die Nahrung aufgenommen werden, wenn sie sich beispielsweise in rohem Fleisch befinden.

Dort, wo sich die Larven in die Haut bohren, kann es zu starkem Juckreiz kommen. Doch das ist nicht immer der Fall, gerade beim ersten Kontakt mit den Larven spüren Betroffene oft nichts.

Am häufigsten siedeln sich die Hakenwürmer dann im Dünndarm des Menschen an. Schmerzen im Oberbauch und eine Entzündung des Darmes können mögliche Folgen sein. Eine Hakenwurminfektion wird im Normalfall mit Mebendazol behandelt, ein Stoff, der gegen eine Vielzahl von Wurmarten wirkt.

Tipp: Tragen Sie immer festes Schuhwerk oder zumindest Sandalen mit einer festen Sohle.

Schistosma-Larven:

Jetzt wird es richtig übel: Stehende Gewässer in Gebieten Afrikas, in der Karibik sowie einigen Regionen Südamerikas und Südostasiens können mit Larven des Schistosoma-Blutegels "verseucht" sein. Diese Larven nutzen Schnecken als Zwischenwirt, die nach einem Entwicklungszyklus wiederum eine Larvenart ausscheiden, die in die Haut von Menschen eindringt, wenn sie beispielsweise im Wasser baden. Die Folge: Die Parasiten nisten sich dauerhaft im menschlichen Darm und in Organen ein und können dort Blasen-, Nieren- und Leberschäden verursachen.

Typische Symptome der als Bilharziose bezeichneten Infektion sind Juckreiz nach dem Baden. Etwa ein bis zwei Wochen später folgen Fieber, Ausschlag, Muskelschmerzen, Durchfall und manchmal blutiger Urin. Die medizinische Behandlung erfolgt mit einem Antiparasiten-Medikament.

Tipp: Baden Sie nicht in Flüssen, Tümpeln, Weihern und stehenden Gewässern. Fragen Sie am besten Einheimische vor Ort nach einer unbedenklichen Bademöglichkeit, wenn Sie unbedingt ins Wasser möchten. Meist tut es auch der Hotelpool.

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