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Parabene in Kosmetik: Diese Inhaltstoffe in Kosmetika können gesundheitsgefährdend sein

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Achten Sie genau darauf, welche Kosmetikartikel Sie nutzen, denn hinter manchen Inhaltsstoffen lauern Gefahren. © Getty Images/iStockphoto, evgenyatamanenko

Wirkung der einzelnen Inhaltsstoffe umstritten

Aluminium im Deo, Nanopartikel im Bodylotion oder Talkum in Babypuder: In vielen Kosmetika, die wir täglich benutzen, sind Stoffe enthalten, die für unsere Gesundheit gefährlich werden könnten. Über die tatsächlichen Gefahren solcher Inhaltstoffe streitet die Fachwelt. Oft ist die Studienlage nicht eindeutig. Das erklärt, warum die möglicherweise krebserregenden Inhaltstoffe weiterhin eingesetzt werden. Wir haben für Sie Inhaltstoffe zusammengestellt, die in Verdacht stehen, gesundheitsgefährdend zu sein.

Diese Stoffe in Kosmetikartikeln sind bedenklich

In der Regel wird auf der Kosmetik-Verpackung der Stoff als erstes aufgelistet, der in der größten Menge in dem Produkt enthalten ist.

Inhaltsstoff

Vorkommen in Kosmetika

Gesundheitliche Risiken

Das sagen/raten Experten

Aluminiumsalze

Deo, Zahnpasta, Lippenstift- und Lipgloss, Trockenshampoo, mattierendes Make-up, schimmernde Bodylotion, Sonnencreme

Können neben der Aufnahme durch Lebensmittel zu zu hohem Aluminiumgehalt im Körper führen, verklebt Schweißporen, reizt die Haut, kann zu Bildung von Knötchen und Unfruchtbarkeit führen, steht im Verdacht, Brustkrebs auszulösen, kann Nervensystem angreifen

Deo nicht nach der Rasur auftragen bzw. Deo ohne Aluminium verwenden, Natur-oder Bio-Kosmetik verwenden, auf geringe Aluminium-aufnahme achten (1 mg pro Kg des Körpergewichts in der Woche sind unbedenklich)

Nanoteilchen

Sonnenschutzcreme, Zahncreme, Pflege- und Reinigungssprays 

Können Entzündungen im Körper verursachen oder giftig wirken 

Krankheitsrisiko noch nicht beweisen

Talkum

Gesichts- oder Körperpuder, Kondome 

Krebserregend, kann Eierstockkrebs, Lungenkrebs oder Atemstörungen auslösen, beinhaltet absestähnliche Fasern

Tumorgefahr wissenschaftlich bestätigt 

Parabene

Konservierungsmittel in Cremes, Lotionen, Sonnenmilch, Make-up, Lippenstift, Seife, Shampoo, Enthaarungsmittel, Rasierwasser, Deo

In Tierversuchen beeinflussen sie das Hormonsystem

In vorgeschriebenen Mengen unbedenklich, gute Hautverträglichkeit, geringes Allergierisiko

Sudium Laury Sulfat

Shampoo, Haarspülung, Zahnpasta, Körperreinigunsmittel wie Duschgel, Schaumbad 

Augenreizungen und andere Augenschäden, Hautausschlag, Haarausfall, Hautschuppung und Geschwüre im Mund, Ablagerungen in Herz, den Lungen, der Leben oder dem Gehirn möglich

Lieber vermeiden, Natur- oder Bio-Kosmetik verwenden

Methacrylate

Produkte zur Nagelmodellage

Starkes Sensibilisierungspotential, Schäden am Nagel oder umgebender Haut

Vermeidung von Hautkontakt bei der Nagelmodellage, lassen Sie die Nägel professionell machen

Aceton

Nagellackentferner, Haushaltsreiniger

Beim Einatmen werden Haut, Augen, Schleimhäute gereizt

In haushaltsüblichen Mengen unbedenklich

Azofarbstoffe (als Cl gekennzeichnet)

Lidschatten, Lippenstift, Badezusatz, Rouge, Nagellack

Können je nach Farbstoff Allergien auslösen, Krebs erzeugen oder Erbgut beschädigen

Nur innerhalb der Grenzwerte konsumieren (5mg pro Kg wöchentlich), Natur- oder Bio-Kosmetik verwenden

Formalaldehyd (auch Formalin genannt)

Shampoos, Nagellack, Nagelhärter, Haarwuchsmittel

Krebserregend

Nachgewiesen als "wahrscheinlich" krebserregend 

Steinkohlenteer (halten Sie nach FD&C- oder DC-Nummern Ausschau)

Haarfärbemittel, Anti-Schuppenshampoo, Mittel gegen Neurodermitis und chronische Ekzeme

Krebserregend, löst Asthma und Kopfschmerzen aus 

Nur nutzen, wenn vom Arzt verschrieben

Alkohol

Haartönungen, Körper- und Handcremes, Aftershave und Duftstoffe

Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Hitzewallungen und Depressionen, Risse in der Hautoberfläche, trocknet Haare aus, kann zu Bakterienwachstum auf der Haut führen

Kosmetika ohne Alkohol verwenden

Duftstoffe

Parfums, Kosmetika, Cremes, Deos, Zahnpasta, Salben, Waschmittel, Reinigungsmittel, Kaugummi, Speiseeis, Schokolade, Duftöle 

Kopfschmerzen, Schwindel, Hitzewallungen, Atemprobleme, Erbrechen, Hautreizungen. Allergie 

Ggf. Allergietest beim Hautarzt durchführen, Kosmetika ohne Duftstoffe verwenden

Silikon (Synonyme auf der Verpackung: Dimethicone, Methicone, Polysiloxane, Cyclomethicone) 

Shampoo, Spülung, Cremes, Lippenstift, Lidschatten 

Verstopft Poren und Schweißdrüsen, Haut kann nicht mehr atmen, mehr Schein als Sein in der Wirkung

Bei echten Hautproblemen oder geschädigtem Haar: Greifen Sie zu silikonfreier Kosmetik

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