Paket-Lieferanten im Test: Kein Wunder, dass Pakete Schaden nehmen

Pakete werden auch schon mal geworfen

Rund zwei Milliarden Pakete werden jährlich in Deutschland verschickt – besonders viele zu Weihnachten und Geburtstagen. Selbstverständlich erwarten wir, dass diese so beim Empfänger ankommen, wie wir sie verschickt haben: unversehrt. Doch nicht immer ist das der Fall. RTL hat vier Sendungen bei unterschiedlichen Zustellern aufgegeben und geprüft, in welchem Zustand diese am Ziel angekommen sind.

Für den Zusteller-Test wurden alle Pakete mit einem Belastungsmesser präpariert, der während des Transportes aufgezeichnet hat, wie oft das Paket durchgerüttelt und geworfen wurde. Das Ergebnis ist unerfreulich: Nur eins der vier Pakete ist unversehrt beim Empfänger angekommen. Die restlichen drei wiesen gewaltige Kartonschäden auf. Auch der Inhalt der Pakete war beschädigt – und das, obwohl das Transportunternehmen in der Regel für beschädigte Pakete haftet.

Wie kommt es, dass Sendungen während der Lieferung in einen solchen Zustand geraten? Der Ingenieur Erwin Egli hat sich die Ergebnisse der Belastungsmesser angeguckt und erklärt: "Über längere Zeit haben sehr hohe Beschleunigungskräfte auf das Paket eingewirkt. Meistens handelt es sich dabei um das 16-fache des Eigengewichts." Diese enorme Kraft kommt dadurch zustande, dass das Paket geworfen und beim Aufprall plötzlich abgebremst wird: "Wirft man die Sendung gegen eine Wand oder auf den Boden, wird das Paket abrupt gestoppt und es kommt zu der enormen Belastung.“

Der Test hat gezeigt, dass die Zusteller nicht immer rücksichtsvoll mit der Ware umgehen. Eine einfache Kennzeichnung auf dem Paket, dieses mit Vorsicht zu behandeln, kann Beschädigungen vorbeugen.

Anzeige