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Osteoporose: So beugen Sie Knochenschwund und Knochenabbau vor

Das sollten Sie über Osteoporose wissen
Das sollten Sie über Osteoporose wissen Millionen Deutsche sind betroffen 00:01:49
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Osteoporose - die häufigste Knochenerkrankung im Alter

Osteoporose ist inzwischen eine echte Volkskrankheit - viele Millionen Menschen leiden an Knochenschwund. Besonders Frauen sind betroffen. So können Sie dem Knochenabbau vorbeugen.

Testen Sie: Wie hoch ist Ihr Osteoporose-Risiko?

Generell wächst die Knochenmasse bis zum 30. Lebensjahr. Je mehr Knochensubstanz bis dahin aufgebaut wurde, umso besser. Kalzium ist essentiell für den Knochenaufbau. Wird dem Körper zu wenig Kalzium zugeführt, beginnt die Demineralisierung - der Körper holt sich das Kalzium dann aus den Knochen zurück. Dadurch werden diese geschwächt und auf Dauer brüchig.

Weitere Risikofaktoren für Osteoporose sind Untergewicht, eine Überfunktion der Nieren oder Schilddrüse, Rauchen und wenig Bewegung. Vor allem ein Vitamin D-Mangel wirkt sich negativ aus, da Vitamin D die Kalzium-Aufnahme aus dem Darm und damit die Stärkung der Knochen unterstützt.

Bei Frauen ist die Kalkeinlagerung in den Knochen nach der Menopause zusätzlich erschwert. Östrogen verhindert nämlich die Kalziumausscheidung und damit die Entstehung von Osteoporose. Durch das fehlende Östrogen kann das mit der Nahrung zugeführte Kalzium nur noch schlecht in die Knochen eingebaut werden. Daher sind auch 80 Prozent der von Osteoporose Betroffenen Frauen.

Auch einige Medikamente, die gegen chronische Erkrankungen eingesetzt und somit regelmäßig eingenommen werden müssen, können die Einlagerung von Kalzium erschweren. Hierzu zählen Diuretika, Cortisol, Cortison und Phosphatbinder. Sie fördern die Ausscheidung von Wasser und Mineralstoffen über die Nieren.

Wurde bei einem oder mehreren Mitgliedern Ihrer Familie schon einmal Osteoporose festgestellt?

Osteporose: So schützen Sie sich

Nehmen Sie viel Obst und Gemüse zu sich. Reich an Kalzium sind grüne Blattgemüse wie Grünkohl, Rosenkohl, Brokkoli oder Rüben. Viel Kalzium enthalten auch Kräuter und Nüsse.

Milch ist entgegen der weitverbreiteten Meinung nicht der Hauptlieferant von Kalzium. Im Gegenteil: In der Wissenschaft ist die positive Wirksamkeit von Milch beziehungsweise tierischem Eiweiß bei Osteoporose umstritten. Es wird teilweise auch behauptet, Milchprodukten würden den Knochenschwund fördern, da sie die Einlagerung von Kalzium in die Knochen verhindern und den Körper übersäuern. Statt auf zu viel Milch, sollten Sie auf kalziumreiche Mineralwässer zurückgreifen und etwa 2,5 Liter pro Tag trinken. Die Kalziumresorption wird durch den gleichzeitigen Verzehr von verschiedenen Obstsorten noch verbessert.

Vitamin D
Sehr wichtig ist das Vitamin D. Die Haut bildet Vitamin D durch Sonnenlicht. Folglich sollten Sie jeden Tag mindestens eine halbe Stunde bei Tageslicht draußen verbringen und sich so kleiden, dass auch Licht an verschiedene Areale, wie Arme und Beine, gelangt. In dunklen Monaten unterstützten Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D die Vorbeugung eines Mangels. Essen Sie außerdem regelmäßig Fisch, er liefert Vitamin D.

Sport treiben
Durch regelmäßige Bewegung nimmt nicht nur die Muskelmasse zu, auch die Knochendichte wächst. Vor allem gezieltes Krafttraining stärkt die Knochen. Damit können Sie das Fortschreiten der Erkrankung auch aufhalten und Ihr Knochengerüst stärken. Das Skelett passt sich Veränderungen rasch

Stolperfallen beseitigen
Wenn Sie bereits an Osteoporose leiden, so sollten Sie das Risiko für Stürze minimieren, indem Sie Stolperfallen abbauen, ihre Wohnung ausreichend beleuchten und bei Spaziergängen festes Schuhwerk tragen.

Auf schädliche Genussmittel verzichten
Zigaretten, Alkohol und Cola sind auch für die Knochen Gift! Sie schaden den Organen und damit der ausreichenden mineralischen Versorgung der Knochen.

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