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Organspende: Bereitschaft zu spenden sinkt

Viel zu wenig Organspenden

Die Organspende kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Nachdem 2012 mehrere Mediziner aufgeflogen waren, die ihre Patienten durch manipulierte Diagnosen gegen Bezahlung auf den Wartelisten nach vorn brachten, brach die Zahl der Organspender dramatisch ein. Und der Rückgang der Spendewilligen hält nach wie vor an.

Für Menschen, die auf eine Organspende angewiesen sind, ist der Rückgang der Organspenden oft das Todesurteil. Auf eine Spenderniere musste man in Deutschland bereits 2005 fünf bis acht Jahre lang warten. Diese Wartezeit hat sich jetzt weiter verlängert.

Alle Seiten befinden sich in einer Zwangslage: Die Kranken sowieso, die Hinterbliebenen potenzieller Spender, die im Todesfall, sofern kein Organspenderausweis vorliegt, entscheiden müssen und auch die Ärzte, die die Hinterbliebenen – kaum haben sie denen die Todesnachricht überbracht – fragen müssen, ob sie einer Organspende zustimmen wollen.

Aus dieser Zwickmühle kommen wir nur heraus, wenn wir uns jetzt befragen: Wollen wir Organspender sein, im Fall, dass wir plötzlich sterben? Und falls wir diese Frage mit ja beantworten: dann sollten wir auch einen Organspenderausweis ausfüllen. Gut wäre es, diese Frage im Familienkreis zu stellen, denn es geht besonders darum, junge Menschen für die Organspende zu gewinnen.

Organspenderausweise gibt es auch hier bei RTL.de als Download und zum Ausdrucken. Sie müssen dann nur noch ausgefüllt und unterschrieben werden. Alle Fragen in Zusammenhang mit der gesetzlichen Regelung der Organspende in Deutschland und der Organspendepraxis werden in den Zusatzinformationen hier beantwortet.

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