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Organe in der Schwangerschaft: Baby verschiebt Leber, Lunge, Magen und Co.

Organe in der Schwangerschaft
Organe in der Schwangerschaft So verschieben sich Lunge und Co. 00:00:39
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Sodbrennen und Harndrang verursacht vom Baby

Während einer Schwangerschaft verändert sich der Körper. Schwangere Frauen kennen die typischen Beschwerden: verstärkter Harndrang, Sodbrennen, Atemnot und einiges mehr. Einige dieser lästigen Nebeneffekte sind hormonell bedingt, andere aber auch physisch. Denn je größer das Baby wird, desto mehr Platz braucht es. Dann heißt es für die Organe: Aus dem Weg!

In der Schwangerschaft verschiebt ein Baby die Organe.
So sieht es aus, wenn der Fötus Organe verdrängt. © dpa, Patrick Pleul

Im ersten Trimester der Schwangerschaft, sprich vom ersten bis dritten Monat, gibt es noch keine nennenswerten physischen Veränderungen. Im zweiten Trimester geht es dann los. Das Baby wird größer, der Bauch wächst und die Organe werden nach und nach verschoben. Auch wenn noch kein Babybauch sichtbar ist, ist die Blase schneller voll als vorher. Das liegt zum einen am Hormon Progesteron und zum anderen einfach daran, dass die Gebärmutter gegen den Blasenschließmuskel drückt. Ein alter Hebammen-Trick dazu: Beim Wasserlassen den Bauch - unabhängig davon, wie groß er ist - ein wenig anheben. So kann sich die Blase richtig entleeren.

Ab der 27. SSW wird es eng im Bauch

Im dritten Trimester geht die Verdrängung richtig los, ungefähr ab der 27. Woche müssen die Organe dem stetig wachsenden Baby Platz machen. Die Lunge wird nach oben gedrängt, obwohl sie gerade in der Schwangerschaft so wichtig ist. Denn dann brauchen Frauen 20 bis 30 Prozent mehr Sauerstoff. Das Ergebnis sind Kurzatmigkeit und auch Herzklopfen. Obwohl das Herz der Mutter tief im Brustkorb geschützt ist und nicht verschoben wird, führt der Sauerstoffmangel dennoch zu Kreislaufbeschwerden. Spazieren oder Schwimmen gehen wirken dagegen. Bei Herzrasen einfach hinlegen - der Oberkörper sollte dabei leicht erhöht liegen.

Der Magen hat die denkbar schlechteste Position. Er liegt am höchsten Punkt des Uterus und bekommt Druck von unten. Dadurch geht der Schließmuskel des Magens nach oben leichter auf und Magensäure steigt in die Speiseröhre. Es entsteht Sodbrennen. Ab der 34. Schwangerschaftswoche, wenn das Baby circa 200 Gramm pro Woche zunimmt, kann er außerdem nur noch die Hälfte der gewohnten Menge aufnehmen. Die Leber wird ebenfalls in den Oberbauch verbannt, genauso wie der Darm. Schlimmstes aber auch häufigstes Übel: Verstopfungen.

Nach der Geburt rutschen die Organe übrigens alle wieder an die richtige Stelle zurück.

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