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Orang-Utan Budi kämpft um sein Leben

Budi wäre fast eingegangen

Achtung, die Geschichte von Orang-Utan-Baby Budi geht ans Herz: Tierschützer haben den Kleinen aus den Fängen einer völlig überforderten Frau befreit, die Budi ein Jahr lang in einem Hühnerkäfig hielt und ihn ausschließlich mit Kondensmilch fütterte.

Orang-Utan-Baby
Der kleine Budi kämpft in Indonesien um sein Leben.

"Die Besitzerin sagte uns, sie hätte Angst gehabt, dem Tier Früchte zu geben. Sie dachte, Kondensmilch würde ausreichen", erklärt Tierarzt Dr. Ayu Handayani von der indonesischen Organisation International Animal Rescue (IAR). Budi wäre fast eingegangen, doch die Tierschützer kamen gerade noch rechtzeitig.

"Jedes Mal, wenn wir ihn bewegten, füllten sich seine Augen mit Tränen und er schrie vor Schmerz", sagt IAR-Direktorin Dr. Karmele Sanchez. Es sei ein kleines Wunder, dass Budi überhaupt so lange überlebt habe. Das erste Jahr seines Lebens muss für den süßen Orang-Utan die Hölle auf Erden gewesen sein. Abgeschottet von anderen Affen, eingesperrt in einem viel zu kleinen Käfig, schlechte Nahrung - durch die nicht artgerechte Haltung und den daraus resultierenden Proteinmangel schwoll sein Körper regelrecht an. Budis Knochen waren - und sind - unterentwickelt. ob er jemals wieder vollständig gesund wird, ist noch unklar.

Inzwischen kommt das Orang-Utan-Baby immer mehr zu Kräften. Seit Dezember ist Budi nun schon im Affen-Rettungszentrum von Ketapang untergebracht. Anfangs mussten die Tierschützer ihn rund um die Uhr beobachten, damit er überlebt. Mittlerweile kann er schon fast alleine sitzen, was vor seiner Einlieferung undenkbar war. Noch braucht er dabei Hilfe von seinen Pflegern, doch er wird von Tag zu Tag kräftiger. "Budi ist ein sehr willensstarkes Baby, er kämpft hart, um zu überleben", sagt Dr. Sanchez. Wir drücken die Daumen, dass Budis weiterer Weg erfreulicher verläuft, als sein erstes Lebensjahr.

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