Oralsex erhöht das Risiko für durch HPV ausgelösten Hals- und Kopfkrebs

26.01.16 13:16
Oralsex erhöht das Risiko für durch HPV ausgelösten Hals- und Kopfkrebs
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Humane Papillomaviren lösen Krebs aus

Dass durch ungeschützten Sex zahlreiche Geschlechtskrankheiten übertragen werden können, ist den meisten bekannt. Doch die wenigsten denken auch beim Oralsex an die Gesundheitsgefahren. Ärzte warnen jedoch seit Jahren, dass dabei sogenannte Humane Papillomviren (HPV) übertragen werden können, die Hals- und Kopfkrebs auslösen können. Übertragen werden diese, wenn eine mit HPV infizierte Person oral befriedigt wird. Nun wurde der Zusammenhang in einer US-Studie erneut bestätigt.

Wissenschaftler des 'Albert Einstein College of Medicine' beobachteten 96.650 Teilnehmer, die an Screenings zu Prostata-, Lungen-, Darm- und Eierstockkrebs teilnahmen. Zu Beginn der Studie waren alle Teilnehmer krebsfrei. Innerhalb der folgenden knappen vier Jahre erkrankten 132 der Personen (davon 103 Männer und 29 Frauen) an Krebs im Kopf- oder Halsbereich. Beim Vergleich der Virenstämme in den Speichelproben der Erkrankten mit denen gesunder Teilnehmer in der Kontrollgruppe zeigte sich: Probanden, die eine spezielle Form des HP-Virus, des sogenannten HPV-16, im Mund trugen, erkrankten bis zu 22 Mal häufiger an Kopf- und Halskrebs.

In Deutschland erkranken jedes Jahr 18.000 Menschen an Kopf-Hals-Tumoren. Bei Männern steht dieser Krebs an vierter Stelle aller Krebserkrankungen. Galten bisher vor allem Rauchen und Alkohol als Ursache dafür, rückt jetzt das Sex-Leben der Erkrankten in den Fokus der Mediziner: HPV, bisher vor allem im Zusammenhang mit dem Gebärmutterhalskrebs bekannt, gelten mittlerweile als ein Hauptauslöser für Krebs im Mundbereich. Etwa jeder zweite Krebs im Mundrachen geht laut Deutscher Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde auf eine solche Infektion zurück.

Schützen kann man sich durch Impfungen gegen HPV, diese werden bisher offiziell nur Mädchen zwischen neun und 17 Jahren empfohlen. Kondome schützen in dem Fall auch nur zum Teil, da die Viren auf der Haut liegen und nicht nur in den Sekreten.

HPV-Gefahr: Das sollten Sie wissen

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