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Online-Shopping: So erkenne ich seriöse Internet-Händler

Keine Vorkasse leisten und immer ins Impressum schauen

Online-Shopping ist beliebt, so manch einer geht selbst für Geschenke für ihre Liebsten nicht mehr vor die Tür, sondern bestellt alles im Internet. Doch dann ist das Gejammer groß, wenn die Päckchen entgegen aller Beteuerungen doch nicht pünktlich da sind. Oder wenn die Geschenke überhaupt nicht kommen, aber das Geld abgebucht wurde.

Online-Shopping: Beliebt, aber auch sicher?
Keine Vorkasse leisten und immer ins Impressum schauen, dann kann man relativ gefahrlos im Internet einkaufen. © dpa, Jan-Peter Kasper

Was kann man tun, an wen sich wenden? Und habe ich überhaupt die Möglichkeit, seriöse Anbieter im Netz von 'Windhunden' zu unterscheiden? Christian Solmecke ist Rechtsanwalt und auf Internetrecht spezialisiert. Er gibt die besten Tipps für den sicheren Einkauf in der virtuellen Welt.

Der wichtigste Punkt ist: Keine Vorkasse leisten. "Es kommt auch darauf an, was der Verkäufer mir anbietet: Wenn der Händler eine garantierte Lieferung bis zu einem bestimmten Datum verspricht, und es kommt dann nicht, kann ich es nach dem verspäteten Eintreffen auch wieder zurückschicken. Außerdem haben wir das 14-tägige Widerrufsrecht. Deshalb kann ich es ohnehin immer zurückschicken."

Allerdings gibt es eine Änderung seit Januar 2014: Dann nämlich sind die Versender nicht mehr verpflichtet, das Zurückschicken zu bezahlen. Solmecke glaubt allerdings, dass die großen Online-Shops diesen Dienst als Kundenservice weiterhin anbieten werden.

Diese Gütesiegel sind empfehlenswert

Bei den Webseiten gilt laut Solmecke der Gesamteindruck. "Man kann auf vielen Webseiten auf einen Blick erkennen, ob sie seriös sind. Man sollte auch immer einen Blick ins Impressum werfen oder man sucht im Internet nach Bewertungen. Fehlt im Impressum beispielsweise eine Telefonnummer, dann würde ich von diesem Anbieter die Finger lassen", so der Experte.

Angst vor Kreditkartenbetrug muss der Kunde nicht haben: "Gegen Kreditkarten ist nichts einzuwenden. Wenn jemand meine Kartendaten missbraucht hat, kann ich einfach sagen, 'ich habe das nie bestellt', dann ist das ein Problem des Kreditkartenunternehmens. Am besten man bestellt per Rechnung. Paypal und per Nachnahme sind auch nicht verkehrt", rät Solmecke.

Es gibt ein paar Gütesiegel, die man ruhigen Gewissens empfehlen kann. dazu gehören das 'Trusted Shops'-Siegel, das EHI-Siegel (EHI ist ein wissenschaftliches Institut des Handels), 'S@fer Shopping' von TÜV SÜD und schließlich das Internet-Shopping-Siegel 'ips' (ips steht für internet privacy standards).

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