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Online-Shopping oder Einkaufsbummel?

Tipps und Tricks zum Online-Shopping
Tipps und Tricks zum Online-Shopping

Was ist so schön am Online-Shopping?

Für viele Berufstätige ist Onlineshoppen eine wirklich gute Sache. Die Shops zeigen alles per Mausklick und das Einkaufen ist leicht und bequem. Aber ist das denn wirklich eine gute Idee?

Onlineshops bieten oftmals einen guten Überblick, man kann die Preise vergleichen, gezielt heruntergesetzte Ware aussuchen. Die Auswahl ist meist größer als in der Boutique oder im Laden, die Größen meist alle noch vorhanden, die Ware ist per Mausklick im Einkaufskorb und die Onlinestores haben Tag und Nacht geöffnet. Bestimmte Lieblingsmarken, die es nicht überall gibt, sind so für jeden leicht zu haben.

Allerdings ist es nicht immer so schön, wie es klingt. Es gibt viele Nachteile zum Onlineshopping: Kreditkarten-Datenklau, nicht oder falsch gelieferte Ware, eine Bestellbestätigung, gefolgt von einer "Leider nicht lieferbar"-Nachricht. Versteckte Kostenfallen wie hohe Versandgebühren, Ratenzahlungsaufschlag und Retourkosten. Oftmals nehmen Onlineshops nur Kreditkarten und keine andere Zahlungsweise. Die Retourzettel sind meist ziemlich verwirrend, und die Zeit, das Paket zur Post zu bringen, fehlt eben genau dieser Zielgruppe mit wenig Zeit.

Lieferungen können sich um bis zu drei Monate verzögern. Und dann habe ich noch nicht mal die Gefahr, einen Fehlkauf zu begehen, erwähnt. Es gibt online keine fachkundige Beratung. Niemand hilft, die richtige Farbe, Größe und einen figurgerechten Schnitt auszuwählen. Anprobieren geht online nicht, und damit weiß man gar nicht richtig, ob es der Figur überhaupt schmeichelt.

Online-Shopping hat seine Nachteile

Der Nachteil zur Boutique ist erheblich: In der Boutique gibt es noch eine passende Beratung, Verkaufspersonal sieht oft am Typ schon, welche Modelle in Betracht kommen und bringen oftmals Ideen mit ein, wie man sie kombinieren kann. Dazu kommen noch weitere Empfehlungen: Kleidung, die man selbst niemals aus dem Regal ausgesucht hätte, wird vom Personal vorgeschlagen und ist angezogen auf einmal besser als erwartet. Oder man trifft ohne zu suchen auf etwas sehr Hübsches. Gutes Personal ist ehrlich und sagt auch, wenn es nicht gut aussieht - man erhofft sich ja eine Kundin, die zufrieden geht, um später für weitere Käufe wiederzukommen. Das ganze Erlebnis ist viel persönlicher und viel angenehmer.

Stundenlanges Shoppen und Anprobieren mit Freundinnen, mit kleinen Kaffee- oder Eispausen. Das gemeinsame Anprobieren und füreinander etwas Raussuchen. Und an der Kasse kann man manchmal noch einen kleinen Rabatt aushandeln. Man hat die Ware direkt in der Hand und kann sie sofort anziehen. Vor Ort kann man auch noch mal genau schauen nach kleinen Fehlern wie abstehenden Fäden, oder - bei Mustern - der Genauigkeit der Verarbeitung.

Sicher ist Onlineshoppen manchmal bequemer, vor allem wenn man genau weiß, was man will. Aber es ist so spannend wie grauer Pappkarton und kein so schönes Erlebnis, wie ein Mädelstag es sein kann. Ich bin selber als Mutter zweier Buben eine "Vielbestellerin", was Unterhosen, T-Shirts, Socken, Pyjamas und Matschhosen angeht. Aber als ich vor einiger Zeit mit einer Freundin mal loszog, um an einem langen Shoppingtag "dies und das", was ich online gesehen hatte, mal in echt zu probieren, war ich - trotz meiner Mode-Erfahrung - doch sehr erstaunt, wie anders etwas sein kann. Und in einer hippen Boutique fand ich meinen neuen Lieblingspulli, obwohl ich nach Sommerkleidern suchte. Und so ein erfolgreicher Shoppingtag mit einer netten Freundin ist manchmal besser als jede Massage, Urlaub oder Partynacht.

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