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Online Apotheke: Viele gefälschte Medikamente in Umlauf

Internet-Apotheken verkaufen gefälschte Medikamente
Das Geschäftsmodell mancher Internet-"Apotheke": Sie verkauft gefälschte Medikamente. Das kann lebensgefährlich werden.

Lebensgefahr bei Medikamenten aus dubiosen Online-Apotheken

Viele bestellen heute ihre Pillen im Netz. Angeblich ist das ungefährlich. Anna hat das auch gedacht – bis sie fast gestorben wäre. An gefälschten Pillen aus der Internet-Apotheke. Denn in einer dubiosen Internetapotheke hat sich die 30-jährige Anna Pillen zum Abnehmen bestellt. Danach wurde sie schwer krank. Die Pillen waren gefälscht und zudem nicht in Deutschland zugelassen.

Recherchen ergeben: Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Internetapotheken, die sich als deutschsprachige Apotheken ausgeben, aber ihre Ware illegal aus dem Ausland verschicken.

Die Spur führt RTL-Reporter Sven Schümmer nach Bolivien. Hier zeigt uns Gesundheitsinspektorin Dr. Meylin Suhelen einen riesigen Schwarzmarkt für gefälschte Pillen. Ein Markt, wo dubiose Internetapotheken einkaufen. Doch wie gefährlich sind diese Pillen?

Die Laboruntersuchung enthüllt Schlimmes - Das Ergebnis schockiert selbst die Experten:

Statt Verhütungsmittel ist in der Antibaby-Pille eine dreifach überdosierte 'Pille danach'. Auch Potenzmittel mit Schwermetallen sind dabei und Schlankheitsmittel ohne Wirkung. – Alles ist gefälscht, entweder wirkungslos oder gefährlich giftig oder beides.

Wer trotzdem Medikamente im Internet kaufen will, sollte sich vorher gut informieren, ob die deutschsprachige Apotheke auch wirklich in Deutschland sitzt und legale und ungefährliche Medikamente verkauft.

Dazu hier unsere Checkliste für sichere Internetapotheken:

1. Achtung: Wenn Ihnen in einer deutschsprachigen Online-Apotheke rezeptpflichtige Medikamente verkauft werden, ohne dass sie ein Rezept vorlegen müssen (zB. Potenzmittel oder die Antibabypille): Auf keinen Fall kaufen! Das ist nicht legal und eventuell ist das Medikament eine Fälschung.

2. Schauen sie, welche Adresse im Impressum der Internetapotheke angegeben ist. Hier muss eine deutsche Adresse stehen. Bei falschen Apotheken sind hier oft Firmensitze im Ausland angegeben.

3. Bewertung: Googeln sie einmal Ihre Internetapotheke und schauen Sie, wie diese von anderen Nutzern bewertet wurde. Eine falsche oder unsichere Apotheke erkennt man schon oft an schlechten Bewertungen.

4. Vertrauen sie keinen Prüfsiegeln: Auch Prüfsiegel von „TÜV“ oder oder „Trusted-Shops“ können von dubiosen Seitenbesitzern einfach ohne Genehmigung auf die Seite kopiert sein. Schauen sie bei den Unternehmen nach, die diese Siegel vergeben, ob die Apotheke dort gelistet ist.

5. Prüfen sie ob die Internet-Apotheke eine Zulassung hat. Dafür gibt es eine Online-Datenbank beim DMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information):

http://www.dimdi.de/static/de/amg/var/apotheken/index.htm

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