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Ohnmacht als Kick: So gefährlich ist das Choking Game

Für viele Jugendliche endet das Choking Game im Krankenhaus.
Choking Game: Für viele endet das Spiel mit der Ohnmacht im Krankenhaus - oder mit dem Tod. © Rudyanto Wijaya

Choking Game: durch Ohnmacht zum absoluten Kick

Auf Bahngleisen spazieren, Strommasten erklimmen oder nachts über die Autobahn laufen - auf der Suche nach dem absoluten Kick lassen sich Jugendliche viele gefährliche Dinge einfallen. Eines davon: Sich selbst in die Ohnmacht führen - trotz Lebensgefahr!

Bei dem "Spiel", das auch Bio-Kiffen oder Pass-Out-Game genannt wird, schnürt man sich selbst oder mithilfe anderer die Luft ab – etwa durch würgen oder heftiges, schnelles Atmen. Durch den Sauerstoffmangel kommt es dann zu einer sekundenlangen Ohnmacht. Jugendliche stellen den euphorischen Rausch, der nach dem Aufwachen folgen soll, über die Gefahren.

Gefahren des Choking Games

Das Jugendphänomen birgt viele Risiken, die von den Teenager unterschätzt werden. Weniger schwere Verletzungen sind blutunterlaufene Augen, Schnittwunden am Hals oder gebrochene Knochen. Aber neben dem Suchtpotenzial dieses Spiels, kann es auch zu bleibenden Schäden kommen.

Wird die Blutzufuhr zum Hirn, das ständig auf rund 20 Prozent des eingeatmeten Sauerstoffs angewiesen ist, unterbrochen, sind schwere Hirnschäden die Folge! Millionen Hirnzellen sterben dauerhaft ab und Behinderungen können nachbleiben. Auch epileptische Anfälle, Schlaganfälle und Infarkte sind dabei keine Seltenheit.

Doch das Choking Game kann auch zu einem Spiel um Leben und Tod ausarten. Tausende Teenager haben das Ohnmachtsspiel nicht überlebt. Denn wird einmal der Punkt, an dem die Bewusstlosigkeit einsetzt, überschritten, kommt meistens jede Hilfe zu spät.

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