LEIDENSCHAFT LEIDENSCHAFT

Ohne Sex leben: Für viele Frauen offenbar kein Problem!

Könnten Sie auf Sex verzichten?
Könnten Sie auf Sex verzichten? Neue Sex-Studie enthüllt Pikantes 00:01:45
00:00 | 00:01:45

Jede dritte Frau soll schon einmal zwei Jahre keinen Sex gehabt haben

Es ist die Überraschungszahl des Tages: Die Mehrzahl der Frauen kann ohne Sex leben! Freiwillig! Es ist ein Alptraum für alle "Sex- sofort!"- Portal Betreiber, und auch die Single-und Swinger-Club- Besitzer raufen sich die Haare. Was ist nur aus ihrem Idealbild des hormongesteuerten dauerwilligen Weibchens geworden? Werden wir etwa schleichend lustlos und prüde, oder was steckt dahinter?

Wie wichtig sind Zärtlichkeiten?
Wie wichtig ist Zärtlichkeit in einer Beziehung?

Von Dagmar Baumgarten

Da kann Bachelor-Kandidatin Melanie nur verständnislos ihre wasserstoffblondierte Mähne mit dazugehörigem Kopf schütteln. Sie hat sich mit Plastik zugestopft, damit sie aussieht wie eine Living-Doll, und tödlich beleidigt ist, wenn ein Mann sie trotzdem nicht so behandelt. Auf Sex verzichten kann sie auch - allerdings höchstens ein paar Stunden. am Tag. Solche Klischee Karikaturen sind sicherlich der Traum vieler Männer, allerdings einer, der in der Realität genauso zerplatzt wie im Pool mit Jan.

Die Zeitschrift 'Petra' hat das Meinungsforschungsinstitut Gewis beauftragt, 1.043 Frauen zu ihrem Nicht-Sex Leben zu befragen. Dabei kam heraus, dass etliche Frauen schon Sex-Flauten hinter sich hatten, die teilweise Jahre dauerten, und dass ein Drittel lieber ganz auf Sex verzichten würde, als schlechte Matratzen-Akrobatik mit einem One Night Stand zu absolvieren. Es handelt sich dabei um Frauen zwischen 29 und 39, die befragt worden sind. Also Frauen, deren Hormonsystem eigentlich nach Koitus und Kindern schreit. Wie kann das also sein?

Tja, anscheinend kann auch die heftigste Porno-Propaganda, die täglich auf uns niederprasselt, nicht unsere ureigene Romantik zerstören. Passend zum Valentinstag scheint die Parole klar: Akt ohne Liebe? Nein Danke! Allerdings brauchen viele Frauen einige Frösche, deren Küsse einen schalen Nachgeschmack hinterlassen, bis sie das für sich entscheiden.

Beginnende Entfremdung zeigt die Kuss-Kultur

Aber was ist mit denen, deren Sex-Flaute in die Beziehung schwappt? Auch das passiert schleichend. Anfangs kann man Finger und Lippen kaum voneinander lassen. Doch dann kommt der Alltag. Aus der leidenschaftlichen Liebes- Kür wird schnöde Laken- Pflicht. Und plötzlich hat man Mühe, sich zu erinnern, wann man denn überhaupt das letzte Mal im Beisein des anderen zum Orgasmus kam. Kann man das überhaupt verhindern? Man kann! Gönnen Sie sich mehr Zeit für Zärtlichkeit! Es geht dabei gar nicht unbedingt um Sex. Aber je häufiger man aneinander kuschelt, umso inniger wird auch die Beziehung.

Beginnende Entfremdung kann man häufig an der Kusskultur ablesen. Das Kribbeln, das man hat, bevor man zum ersten Mal die Lippen des Anderen berühren darf, diese Spannung, die dabei für einen kurzen, magischen Moment in der Luft liegt, kann man leider nicht ewig konservieren. Aber ein Kuss ist viel zu schade, als er das er zur schnöden, verwischten Geste wird, die nur noch zur Begrüßung auf die Wange stattfindet.

Vielleicht sollte man sich daran erinnern, wie die Küsse am Anfang waren. Sich an das Herzklopfen erinnern, an das Gefühl, dass plötzlich alles um einen herum verschwimmt. Wie man sich dann erst zärtlich, dann leidenschaftlich mit allen Sinnen ertastet. Ist schon alles viel zu lange her? Wenn nein - Glückwunsch, falls ja: Arbeiten Sie dran!

Eigentlich ist doch der Valentinstag ein wunderbarer Anlass, den Partner mal wieder ordentlich abzuknutschen. Und für alle Zwangs-Enthaltsamen gilt: Lieber auf den richtigen Prinz warten, als sich von einem falschen Frosch das Küssen vermiesen zu lassen.

Anzeige