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Ölziehen für Beauty und Gesundheit: Eine Ölziehkur macht fit und schön

Ölziehen für Beauty und Gesundheit: Eine Ölziehkur macht fit und schön
Am besten eignen sich kaltgepresste Öle wie zum Beispiel Sesamöl.

Entgiftungskur aus der Ayurvedischen Medizin: Ölziehen

Fast jede Frau besitzt eine mehr oder weniger bescheidene Sammlung an Crèmes, Seren, Pasten, Spülungen und Wässerchen. Alles davon verspricht auf irgendeine Art Wunder zu vollbringen – mit mehr oder weniger befriedigendem Ergebnis. Offenbar aber total unnötig: Egal ob Kopfschmerzen, unebene Haut oder schlechter Atem – alles was man braucht ist ein kräftiger Schluck Öl am Morgen!

Ölziehen stammt ursprünglich aus der Ayurvedischen Medizin. Als traditionelle Entgiftungskur in Indien eingesetzt, erfuhr die alternative Heilmethode Anfang der 90er Jahre durch den russischen Arzt Dr. F. Karach Aufmerksamkeit. Er sah das Ölziehen als Wunderwaffe gegen eine Vielzahl von Krankheiten. Und das macht Sinn, denn in unserem Mund treiben sich jede Menge Bakterien, Keime und Giftstoffe herum, die zu schlechtem Atem führen können. Gelangen diese tiefer in unseren Körper, können sie unter anderem zu Verdauungsproblemen und Kopfweh führen. Durch Ölziehen werden schädliche Bakterien einfach weggespült.

Es kann so leicht sein: Was man braucht, ist ein hochwertiges, pflanzliches und kalt gepresstes Öl. Gut geeignet sind Sesam-, Sonnenblumen- oder Kokosöl. Einfach einen Esslöffel Öl vor dem Zähneputzen 15 bis 20 Minuten im Mund umher spülen. Danach ausspucken (nicht runterschlucken!), den Mund mit warmen Wasser auswaschen und wie gewohnt die Zähne putzen.

Sinnvoll ist auch, die Zunge bereits vor dem Ölziehen zu reinigen - entweder mit einem Zungenschaber oder einer Zahnbürste. Ähnlich wie unter den Fußsohlen befinden sich auf unserer Zunge Reflexzonen, die unterschiedliche Prozesse im Körper aktivieren oder auch hemmen können. Der ayurvedischen Lehre zufolge werden diese Zonen beim Ölziehen stimuliert, wodurch die Entschlackung des Verdauungssystems angeregt wird.

Bereits nach vier bis fünf Tagen soll man erste Veränderungen bemerken. Zwar gibt es bislang keine wissenschaftlichen Nachweise, doch auch Zahnärzte empfehlen die Methode. Durch die lange Einwirkzeit des Öls kann die Mundhygiene wesentlich verbessert werden. Mundgeruch und Karies verursachende Bakterien werden aus Zahnfleisch und Zahnzwischenräumen gespült.

Öl hilft nicht nur von innen

Doch Öl hilft nicht nur von innen. Auch unser Gesicht wird dadurch optimal gepflegt. Aber bestimmt nur bei trockener Haut, oder? Weit gefehlt: Denn das richtige Öl lässt ölige, fettige oder Mischhaut einfach verschwinden. Neigen Sie zu fettiger Haut, ist Traubenkernöl die richtige Wahl. Dieses 'trockene Öl' kann die Talgproduktion regulieren und wirkt antibakteriell. Bei trockener Gesichtshaut eignen sich vor allem pflanzliche Öle wie zum Beispiel Mandelöl, da diese mehr Vitamine und weniger Paraffine enthalten.

Massieren Sie das Öl nach der abendlichen Gesichtsreinigung in die noch feuchte Haut ein. Feuchtigkeit ist wichtig, damit das Öl in die geöffneten Hautporen ziehen kann und diese versiegelt. Da Gesichtsöle sehr reichhaltig sind, bringt schon eine kleine Menge den gewünschten Erfolg. Nach kurzer Zeit reguliert sich falsch oder übermäßig gepflegte Haut. Durch das Öl wird die Gesichtshaut natürlich und ohne paraffinhaltige Produkte mit Feuchtigkeit versorgt und bietet damit die optimale Basis für Ihr Make-up.

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