Ökostrom: Deutsche wollen die Energiewende

Ökostrom: Deutsche wollen die Energiewende
Mehr als die Hälfte der Befragten ist für den Ausbau von Windparks. © dpa, Bernd Wüstneck

Ökostrom ist nicht mehr aufzuhalten

Deutsche zeigen sich umweltbewusst - auch wenn sie dafür tiefer in die Tasche greifen müssen. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage würden Verbraucher mehr für Strom zahlen, wenn dadurch die Energiewende schneller vorangetrieben würde. Ein deutliches Zeichen dafür zeigte sich bereits im Jahr 2011: Der Anteil von Ökostrom mit 20 Prozent lag erstmals höher als der von Atomenegerie und Steinkohle.

Die Bereitschaft einen höheren Strompreis zu bezahlen, um etwas zur Energiewende beizutragen, nimmt immer mehr zu. Die Finanzspritze für den Ausbau von Ökoenergie zahlen die Verbraucher über eine Umlage mit 3,59 Cent pro Kilowattstunde. Ein stabiles Ergebnis zum Vorjahr, wenn man bedenkt, dass acht Atomkraftwerke abgeschaltet wurden.

Ausbau von erneuerbaren Energien wird befürwortet

Im Laufe des Jahres müssen Verbraucher dennoch mit leicht steigenden Preisen rechnen. Auf lange Sicht jedoch senkt der Ökostrom die Einkaufspreise für Strom an der Strombörse. Durch den steigenden Ausbau der eneuerbaren Energien gibt es immer mehr Ökostrom-Anbieter - dadurch wird Ökostrom bezahlbar und die Tarife nähern sich immer weiter an.

Die Umfrage ergab außerdem, dass viele Menschen auch den Ausbau von Windparks unterstützen. Mehr als die Hälfte der Befragten befürworteten Windräder in ihrer Umgebung. Die Stadtwerke zeigen ebenfalls großen Einsatz für die Trendwende zum Ökostrom: Ihren derzeitigen Anteil an der Stromversorgung von rund zehn Prozent wollen sie bis 2020 verdoppeln.

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