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Notfallarmband, GPS-Kinderortung und Co. helfen Ihr Kind wieder zu finden

Damit Sie ihr Kind im Notfall schnell wiederfinden, schreiben Sie ihm ihre Telefonnummer auf die Hand.
Statt Notfallarmband: Schreiben Sie Ihrem Kind Ihre Telefonnummer auf den Arm. © Herpertz, Sarah [RTL interactive

Ein Notfallarmband kann schnell helfen

"Seid vorbereitet", so lautet der Hashtag, unter dem die Polizei in Kalifornien (USA) eine Meldung verfasst hat, die alle Eltern begeistert hat. Das 'Colvis Police Department' rät bei Facebook, was Eltern tun sollten, wenn sie das nächste Mal mit ihren Kindern in den Zoo, in einen Freizeitpark oder zu einer anderen Großveranstaltung mit großen Menschenmengen gehen. "Schreibt eure Telefonnummer auf ihre Handgelenke, und sorgt dafür, dass sie nicht abgeht", heißt es. "Und macht mit eurem Handy am Morgen der Veranstaltung ein Bild von eurem Kind, damit ihr ein aktuelles (Such-)Bild habt", einfache Tipps, die nicht nur in den USA gut ankommen!

Denn es ist die Angst jedes Elternteils: Man lässt das Kind nur zwei Sekunden aus den Augen und plötzlich ist es weg. Das kann leider sehr schnell passieren. Wir zeigen Ihnen, welche Vorbereitungen Sie als Eltern treffen können, damit Sie Ihr Kind im Fall der Fälle schnell wieder in die Arme schließen können.

Kind mit Handynummer und Adresse ausstatten

Nicht nur die Polizei in Kalifornien rät: Schreiben Sie Ihrem Kind in großen Menschenmengen zum Beispiel mit einem hautfreundlichen Stift Ihre Nummer auf den Arm, damit man Sie im Notfall erreichen kann, wenn Ihr Kind alleine rumirrt. Dann müssen andere Passanten, die Ihrem Kind helfen wollen, nicht erst eine Anlaufstelle oder die Polizei informieren und können Sie direkt selbst anrufen. Dieser Tipp ist vor allem bei Kleinkindern nützlich, die vielleicht gerade laufen und abhauen aber noch nicht wirklich sprechen und sich verständigen können.

Alternativ können Sie Ihrem Kind natürlich auch ein Armband mit Ihrer Nummer ums Handgelenk binden. Diese sogenannten 'Notfallarmbänder' gibt es im Internet in hübschen Designs zu kaufen. Dort finden Sie aber auch zahlreiche Anleitungen zum selber basteln. In manchen Hotels oder auf dem Schiff werden solche Bändchen sogar extra verteilt, damit die Kinder nicht verloren gehen können.

Damit Ihr Kind das Armbändchen nicht bei Lust und Laune vom Arm reißt, gibt es sogar Bänder, die die Kinder zu ihrem eigenen Schutz nicht selbst aufbekommen. Wem ein Armbändchen nicht gefällt, der kann die Telefonnummer auch in die Kleidung des Kindes nähen oder ihm einen Zettel mit der Nummer in die Tasche stecken.

Ob Sie auf das Bändchen, den Arm oder den Zettel zusätzlich zu der Telefonnummer auch noch den Namen oder die Adresse schreiben sollten, darüber streiten sich die Gemüter. Bei Kleinkindern, die ihren vollen Namen vielleicht noch nicht wissen, wäre der Name sicher eine gute Idee, damit man ihr Kind schnell identifizieren und zu Ihnen zurück bringen kann. Bei großen Kindern ist das vielleicht nicht unbedingt nötig. Manche Eltern warnen zum Beispiel davor, da sie glauben, dass ein Fremder, der dadurch sofort den Namen des Kindes kennt, falsches Vertrauen beim Kind erwecken könnte. Auch bei der Herausgabe der Adresse sind manche Eltern vorsichtig.

Wenn das Kind verloren geht

Kind orten

Wer ganz genau wissen will, wo sein Kind sich befindet, egal ob gerade verloren oder allgemein, kann natürlich auch zu jeglichen Ortungsmöglichkeiten greifen. Dafür gibt es Armbänder mit GPS-Signal, verschiedene Apps oder kleine Anhänger, die man an den Schulranzen hängen kann. Mit Hilfe Ihres Handys können Sie dann auf einer Karte immer nachverfolgen, wo sich Ihr Kind gerade befindet. Vielleicht sollte man es aber mit der Kontrolle auch nicht übertreiben.

Nummer auswendig lernen

Wenn Ihr Kind schon etwas größer ist, sollten Sie ihm im Idealfall dabei helfen, Ihre Nummer einfach auswendig zu lernen. So können sie sich das beschriften sparen und das Kind ist stets in der Lage, die Mama zu kontaktieren, wenn etwas passiert ist.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Gefahr

Ganz wichtig ist auch, dass Sie Ihr Kind für den Fall der Fälle vorbereiten, damit es nicht in Panik gerät, wenn es einmal verloren geht. Wenn Sie Ihr Kind im Zoo in der Menge verlieren, muss das ja auch nicht sofort ein Drama sein. Solange Ihr Kind weiß, dass Mama immer wartet und nicht allein nach Hause fährt, kann das Kind sich in Ruhe Hilfe suchen. Ein Vorschlag wäre auch, mit dem Kind auszumachen, dass es genau an der verloren gegangenen Stelle stehen bleibt und laut ruft: "Ich suche meine Mama!" So bekommt das Kind schnell Aufmerksamkeit und Hilfe.

Natürlich sollten Sie Ihr Kind aber auch darauf aufmerksam machen, nicht einfach mit Fremden mitzugehen, sondern mit der Hilfe von Anderen wirklich nur Mama anzurufen oder eine Durchsage zu machen. Dabei sollte sich das Kind besonders vertrauenswürdige Menschen, wie zum Beispiel andere Mütter, aussuchen.

Treffpunkt ausmachen

Ein guter Tipp für Eltern ist auch, mit ihrem Kind vor Ort einen Treffpunkt auszumachen, wo man sich wieder trifft, falls man sich einmal aus den Augen verliert. Das kann am Strand zum Beispiel ein bestimmter Fahnenmast, im Zoo ein bestimmtes Gehege oder sonst der Eingang einer Großveranstaltung sein.

Auf welche Art man sein Kind schützt, müssen natürlich alle Eltern selber entscheiden. Man sollte den ein oder anderen Tipp aber annehmen, um die Sorge bei Eltern und Kind im Notfall zu lindern. Ganz wichtig ist auch, dass Sie im Fall der Fälle Ruhe behalten und anschließend nicht mit dem Kind schimpfen, denn auch das Kind ist genauso geschockt, wenn es Mama plötzlich verliert wie die Mutter selbst. Sie sollten dem Kind nicht übel nehmen, wenn es vielleicht neugierig war und sich etwas anschauen wollte, sondern ihm eher erklären, dass Mama sich Sorgen gemacht hat. Hoffen wir einfach, dass Ihr Kind nicht so schnell abhaut und wenn es einmal einen anderen Mutter passiert, wissen Sie jetzt worauf Sie achten müssen!

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