Not in den Tafeln: Kundenzahl steigt, Spendenbereitschaft sinkt

Tafeln bekommen nicht mehr genug Lebensmittel für alle Kunden

Täglich gehen in Deutschland zahlreiche Menschen in die ca. 900 Anlaufstellen der Tafel, denn sie sind auf die Lebensmittel-Unterstützung angewiesen. Und die Zahl der Bedürftigen steigt. Das wird zum zunehmenden Problem, wenn nicht mehr Supermärkte dazu bereit sind, Lebensmittel an die Tafel abzugeben.

Die Tafeln werden von nahegelegenen Supermärkten mit frischen haltbaren Lebensmitteln versorgt, die sie an Hilfsbedürftige an den jeweiligen Anlaufstellen verteilen. Aber nicht jeder, der sich dort etwas zu Essen holen will, bekommt etwas. Das bestätigt Edith Kleber, die bei der Frankfurter Tafel mithilft: „Wir benötigen einfach viel mehr Lebensmittel von den Märkten, die wir anfahren dürfen. Wir sind natürlich unglaublich dankbar dafür – aber die Zahl der Tafelkunden nimmt zu. Da beginnen dann die Schwierigkeiten.“

Wie kommt es zu diesem Problem? Mit zunehmender Anzahl Flüchtlinge ist auch die Zahl der Tafelkunden gestiegen. Hinzu kommt, dass die Bereitschaft der Märkte etwas zu spenden, gesunken ist. Stattdessen werden die Lebensmittel, die für den Verkauf ungeeignet sind, verbrannt – des Geldes wegen. Der Grund: Betreiber von Biogasanlagen zahlen den Märkten Geld für die Entsorgung der Lebensmittel.

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